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Luzern

Harter Winter für Wildtiere - Auf ihren Lebensraum Rücksicht nehmen

Wildtiere müssen geschützt werden.
Wildtiere müssen geschützt werden. (Bildquelle: Kanton Luzern)

Der Kanton Luzern bietet auch im Winter attraktive Erholungsgebiete. So laden Schnee bis in die Niederungen, Sonnenschein und frostige Temperaturen zu Wintersportaktivitäten ein. Bevorzugte Gebiete sind jedoch oft gleichzeitig der Lebensraum von Wildtieren. Um durch den Winter zu kommen, haben sich die Wildtiere im Sommer und Herbst Reserven zugelegt, diese schwinden bei einem harten Winter jedoch besonders schnell. Wichtig ist deshalb, dass man bei Freizeitaktivitäten auf die Tiere Acht gibt und Rücksicht nimmt – unnötige Störungen der Wildtiere sollen vermieden werden. Der Kanton Luzern bittet um Rücksicht.

Der laufende Winter ist durch überdurchschnittliche Schneemengen und anhaltende Kälte gekennzeichnet. Gemäss den mittelfristigen Wetterprognosen dürften diese Zustände noch länger anhalten. Je später im Winter oder gar im Frühjahr schwierige Witterungsbedingungen bestehen, desto problematischer wird es für die Wildtiere. Ihre im vergangenen Sommer und Herbst angefressenen Reserven sind dann nämlich weitgehend aufgebraucht. Um einen harten Winter zu überleben, müssen die Wildtiere ihre Energie besonders sparsam einsetzen. Gleichzeitig lädt das Wetter viele Wintersportlerinnen und Wintersportler ein, ihre Freizeit in der Natur zu verbringen. Freizeitaktivitäten abseits des Routen- und Wegnetzes stören jedoch die Wildtiere in ihrer Winterruhe. Damit die Wildtiere ihre Reserven nicht für das Flüchten vor dem Menschen einsetzen müssen, bittet die kantonale Dienstelle Landwirtschaft und Wald (lawa) um Rücksichtnahme: Halten Sie sich bitte auf den vorgegebenen Wegen und Routen auf.

Rücksicht auf erkrankte Tiere

Momentan haben einzelne Gämsen und Steinböcke nicht nur mit dem harten Winter zu kämpfen, auch werden sie zudem von einer Krankheit heimgesucht: Innerhalb der Kolonie Brienzer-Rothorn traten im Herbst einzelne Fälle von Gämsblindheit bei Stein- und Gämswild auf. Diese hochansteckende Krankheit hat sich inzwischen wohl über den Giswilerstock bis an die Haglere ausgebreitet. Eine Übertragung dieser Krankheit geschieht direkt über den Kontakt zwischen Tieren oder indirekt über Insekten. Letzterer Übertragungsweg ist im Winter weniger bedeutsam. Bei einem günstigen Krankheitsverlauf und mit viel Ruhe können erkrankte Tiere wieder genesen. Negativ auf den Ausgang der Krankheit wirken sich allgemeine Störungen, die insbesondere durch den Menschen verursacht werden, aus. Um die erkrankten Tiere zu schützen, braucht es momentan viel Rücksicht und den Respekt des Menschen vor dem Lebensraum der Wildtiere. Aus tierschützerischen Aspekten sollte deshalb noch mehr Rücksicht genommen und der Lebensraum der Wildtiere respektiert werden.

Mit Blick auf das Tierwohl und zur Vermeidung von unnötigem Leiden gilt es in diesen Tagen mehr denn je, Rücksicht zu nehmen, sei es beim Unterwegssein mit Skiern, in Schneeschuhen oder beim Spazieren mit dem Hund. Im Namen der Wildtiere dankt die Luzerner Wildhut allen Erholungssuchenden für ihre Tierliebe durch Rücksichtnahme.