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Japankäfer breitet sich im Kanton Bern weiter aus

Redaktion Polizeiticker Schweiz

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Nahaufnahme eines japanischen Käfers mit schimmerndem grünen Kopf und kupferfarbenen Flügeln auf einem Blatt.
Bild des Japankäfers. (Bildquelle: Christian Schweizer, Agroscope)

Der Japankäfer hat sich nach Spiez nun auch in der Stadt Bern und in Köniz angesiedelt. Der Kanton ordnet in 21 Gemeinden Massnahmen an, um eine weitere Ausbreitung des invasiven Schädlings zu verhindern.

Der Japankäfer hat nach Spiez nun auch die Stadt Bern und Köniz erreicht. Der Kanton Bern ordnet deshalb rund um die Stadt Bern verschiedene Massnahmen an, um eine weitere Ausbreitung des invasiven Schädlings zu verhindern. Gleichzeitig laufen im Berner Oberland nach ersten Funden zusätzliche Abklärungen.
Ende Juni 2026 gingen in der Nähe des Schönaustegs in Bern mehrere Japankäfer in Überwachungsfallen. Daraufhin weitete die Fachstelle Pflanzenschutz die Überwachung aus. Die Ergebnisse bestätigen, dass sich in diesem Gebiet eine Population angesiedelt hat.
Der invasive Japankäfer kann in der Landwirtschaft und in der Natur grosse Schäden verursachen. Wer einen Käfer findet, muss diesen melden. Zudem muss der Schädling bekämpft werden. Gestützt auf die Vorgaben des Bundes ordnet der Kanton Bern entsprechende Massnahmen an. Diese gelten im Befallsherd in der Stadt Bern und in Köniz sowie in der umliegenden Pufferzone. Insgesamt sind 21 Gemeinden betroffen.

Einschränkungen im Befallsgebiet

Im Befallsherd gelten Einschränkungen für den Transport von Grüngut, Kompost und Oberboden. Zudem dürfen Grünflächen nicht bewässert werden.
In der Pufferzone ist der Transport von Grüngut eingeschränkt. Ab Mitte August setzen die Gemeinden auf bewässerten Sportplätzen Nematoden ein. Diese nützlichen Fadenwürmer bekämpfen die Larven des Japankäfers im Boden und sind für Menschen sowie Nutz- und Haustiere ungefährlich.
Die Fachstelle Pflanzenschutz arbeitet mit den betroffenen Gemeinden zusammen, welche die angeordneten Massnahmen vor Ort umsetzen.

Zusätzliche Überwachung im Berner Oberland

Seit Anfang Juli 2026 gingen auch im Berner Oberland zwischen Thun und Interlaken einzelne Japankäfer in Überwachungsfallen. Die Fachstelle Pflanzenschutz stellte zusätzliche Fallen auf, um abzuklären, wie weit sich der Käfer bereits ausgebreitet hat.
Bestätigt sich dort ebenfalls eine Population, wird der Kanton weitere Massnahmen anordnen.

Haben Sie einen verdächtigen Käfer entdeckt?

Fotografieren Sie den Käfer von oben und von der Seite. Melden Sie den Fund mit den Bildern der Fachstelle Pflanzenschutz: Meldeformular oder per Mail an schadorganismen@be.ch.
Fangen Sie den Käfer ein, legen Sie ihn in einen dicht verschlossenen Behälter. Bewahren Sie ihn sicher auf, bis Sie eine Rückmeldung von der Fachstelle Pflanzenschutz erhalten.

Massnahmen für Privatpersonen auf einen Blick

Im Befallsherd:

  • Bewässerungsverbot für Grünflächen bis 30. September 2026
  • Transport von Grüngut eingeschränkt vom 5. August bis 30. September 2026
  • Transport von Kompost und Oberboden ganzjährig eingeschränkt

In der Pufferzone:

  • Transport von Grüngut eingeschränkt vom 5. August bis 30. September 2026

Zusätzliche Massnahmen gelten für:

  • Landschaftsgärtnereien
  • Pflanzenhandel
  • Bauherrschaften

Weitere Informationen:

  • www.be.ch/japankaefer
Quelle der Meldung: Kanton Bern

Kategorien:

Bern
Tiere

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