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Kanton Aargau – 40 Hunde und 13 Pferde im Fricktal beschlagnahmt

Redaktion Polizeiticker Schweiz

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Ein geflecktes Pferd steht in einem eingezäunten Bereich mit einer Betonwand im Hintergrund. Es befindet sich unter einem Holzdach und schaut nach rechts.
Die Pferdehaltung wies deutliche Mängel auf, darunter fehlende Einstreu und vernachlässigte Tierpflege. (Bildquelle: Kanton Aargau)

Am 7. Oktober 2026 hat der Veterinärdienst auf einem Hof im Fricktal 53 Tiere beschlagnahmt. Die Halterin hatte sich trotz eines schweizweiten Tierhalteverbots nicht von ihren 13 Pferden und 40 Hunden getrennt. Ein Pferd musste später eingeschläfert werden.

Der Veterinärdienst des Departements Gesundheit und Soziales (DGS) hat am 7. Oktober 2026 auf einem Hof im Fricktal 13 Pferde der Rasse Appaloosa sowie 40 Hunde der Rassen Australian Shepherd und Border Collie beschlagnahmt.
Vier schwarz-weiße Welpen sitzen in einem Gittergehege auf einem Holzboden in einem schlichten Raum.
Bei der Hundehaltung wurden unter anderem unkontrollierte Vermehrung und mangelnde Sozialisierung festgestellt. (Bildquelle: Kanton Aargau)
Wegen verschiedener und wiederholter Verstösse gegen das Tierschutzgesetz, etwa mangelhafter Haltung auf morastigen Auslaufböden, vernachlässigte Pflege, ungenügend eingestreuter Liegeflächen und zu dunkler oder zu kleiner Boxen sowie ungenügendes Futter, hatte der Veterinärdienst bereits am 24. Februar 2026 ein umfassendes Tierhalteverbot für die Tierhalterin verfügt.
Mehrere Hunde sind in engen Käfigen in einem schlecht beleuchteten Raum eingesperrt. Auf dem Boden stehen Kunststoffflaschen, was auf unhygienische Bedingungen hinweist.
Zudem wurden ungeeignete Boxen und fehlendes Trinkwasser festgestellt. (Bildquelle: Kanton Aargau)
Dieses umfasst ein Verbot von Haltung, Betreuung und Zucht von Tieren in der ganzen Schweiz. Weil die Tierhalterin die Tiere innert der angesetzten Frist bis am 15. Juli 2026 nicht abgegeben hat und sich unkooperativ verhielt, hat der Veterinärdienst die Tiere bei einem Einsatz am 7. Oktober 2026 abgeholt.
Zwei Pferde stehen in einem Stall, das linke ist hell gefärbt und das rechte hat ein geflecktes Fell. Der Boden ist mit Stroh bedeckt.
Zwei Pferde standen in einer nur ungenügend eingestreuten Box. (Bildquelle: Kanton Aargau)
Dabei hat er insgesamt 53 Tiere beschlagnahmt. Erneut konnten Verstösse gegen die Tierschutzgesetzgebung festgestellt werden, unter anderem fehlende Einstreu und Liegematerial, fehlendes Trinkwasser für Hunde, mangelhafte Sozialisierung der Hunde und Mängel in der Pflege der Pferde. Der Veterinärdienst wird Strafanzeige erstatten. Aufgrund der unklaren Verhältnisse vor Ort haben die Kantonspolizei (insbesondere die Gruppe Umwelt und Tierdelikte) sowie die Regionalpolizei den Einsatz begleitet.
Ein blasses Pferd steht traurig hinter einem Metalltor in einem dunklen, verwahrlosten Stall mit Holz- und Metallstrukturen.
In mehreren Boxen waren die Lichtverhältnisse unzureichend. (Bildquelle: Kanton Aargau)

Beschlagnahmte Tiere sind in Pflege

Die beschlagnahmten Tiere werden tierärztlich versorgt und befinden sich in geeigneten Einrichtungen. Eine unabhängige Tierärztin kam zum Schluss, dass ein Pferd wegen seines schlechten Gesundheitszustands aufgrund alter Verletzungen euthanasiert werden musste.
Die Vorderbeine eines schwarz-weiß gefleckten Pferdes stehen auf einer grünen Wiese. Das Gras um die Hufe ist leicht zertreten.
Am Vorderbein eines Pferdes war das Karpalgelenk stark geschwollen, am Hinterlauf war aufgrund einer Sprunggelenkverletzung eine Fehlhaltung erkennbar. (Bildquelle: Kanton Aargau)
Die anderen Tiere werden zu gegebener Zeit an endgültige Plätze vergeben. Der Veterinärdienst hat eine Tierschutzorganisation betreffend die Vermittlung der Tiere angefragt. Weil keine Zusammenarbeit mit der Organisation zustande kam, übernimmt der Veterinärdienst die Vermittlung der Plätze der Tiere selbst.
Auf einem Hof aus Pflastersteinen stehen zwei Hunde vor einem Zaun. Der Bereich ist von Büschen umgeben.
Das Bild zeigt drei Hunde auf dem stark verschmutzten Vorplatz des Hofs. (Bildquelle: Kanton Aargau)
Quelle der Polizeinachricht: Kapo AG

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