Header Logo

Polizei

ticker

Automundo BannerAutomundo Banner
Canton Icon

Kanton Tessin – Millionenverluste durch digitale Straftaten

07.04.2026 | 07:52

Redaktion Polizeiticker Schweiz

Nächster ❯

Kanton Tessin – Millionenverluste durch digitale Straftaten

Im Kanton St. Gallen wurden seit mitte Jahr 420 Versuche Betrugsversuche von "falschen Polizisten" registriert.(Symbolbild) (Bildquelle: Kantonspolizei St. Gallen)

Im Jahr 2025 verzeichnete die Kantonspolizei Tessin zwar einen Rückgang der Cyberkriminalität um 8 %. Gleichzeitig blieb der wirtschaftliche Schaden durch Delikte wie Ransomware und Betrug jedoch auf hohem Niveau.

Im vergangenen Jahr hat die Abteilung für IT-Spurenanalyse (SATI) 41 Ermittlungsverfahren (50 im Jahr 2024) weiter, führte 86 Durchsuchungen für andere Dienststellen durch (52), führte 1’336 IT-forensische Analysen durch (1’121), erstellte 50 operative kriminaltechnische Analysen (53) und arbeitete bei 43 Notfallfahndungen mit (29).
Die Ermittlerinnen und Ermittler der SATI leisteten zudem in 101 Fällen technische Unterstützung für andere Dienststellen der Kantonspolizei und trugen dazu bei, Kryptowährungsströme nachzuverfolgen, digitale Spuren zu identifizieren und, falls erforderlich, Anfragen an ausländische Provider und Börsen zu stellen, gemäss dem Übereinkommen über Cybersicherheit.
Die Ermittlungen zur Identifizierung der Täter erweisen sich als komplex, da diese oft vom Ausland aus operieren und Systeme zur Wahrung ihrer Anonymität nutzen. Die Straftaten im Zusammenhang mit der digitalen Kriminalität sind im Vergleich zum Vorjahr um 8 % zurückgegangen. Insbesondere sind Cyberbetrugsfälle nach einem Anstieg um 34 % im Jahr 2024 um 16 % gesunken.
In diesem Zusammenhang verzeichneten einige Phänomene, die bereits in den Vorjahren rückläufig waren, einen weiteren Rückgang: Dazu zählen betrügerische Online-Shops (von 9 auf 1 Fall), Romance Scams (von 13 auf 2) und Betrugsfälle im Zusammenhang mit Kleinanzeigen, insbesondere im Fall von „verkaufter, aber nicht gelieferter Ware“ (von 11 auf 3).
Der Grossteil der Ermittlungsarbeit der SATI konzentrierte sich auf Ransomware-Vorfälle mit 9 laufenden Ermittlungen (6 im Jahr 2024), auf Betrugsfälle vom Typ Business Email Compromise (BEC) mit 8 Ermittlungen (11) sowie auf Diebstähle von Kryptowährungen (8 Ermittlungen).
Insgesamt entstand dabei ein tatsächlicher wirtschaftlicher Schaden von über 5 Millionen Franken. Das rasche Eingreifen der Ermittler in gemeldeten Fällen ermöglichte es hingegen, Zahlungen in Höhe von insgesamt rund 40 Millionen Franken und 47’000 Dollar zu blockieren und zurückzuerhalten. Ebenfalls im Rahmen der Ermittlungsaktivitäten hat die SATI in 23 Fällen mit ausländischen Behörden im Rahmen des Übereinkommens über Cyberkriminalität zur Sicherung von Daten auf Servern von Unternehmen im Tessin zusammengearbeitet und 5 Ersuchen um internationale Rechtshilfe bearbeitet.
m letzten Quartal des Jahres hat sich die SATI mit dem als „SMS-Blaster“ bezeichneten Phänomen befasst. Dieses Gerät, das von der Größe her einem PC ähnelt, funktioniert ähnlich wie eine Mobilfunkzelle. Es wird in der Regel in Fahrzeugen installiert und sendet ein Signal mit einer Reichweite zwischen 500 und 1’000 Metern aus Auf diese Weise präsentiert es sich den in der Umgebung befindlichen Smartphones als die leistungsstärkste Mobilfunkzelle, mit der sie sich verbinden können.
Sobald die Verbindung hergestellt ist, erhält das Telefon automatisch eine Phishing-Nachricht, die scheinbar von der Polizei oder von Versanddiensten stammt und den Nutzer auffordert, auf einen Link zu klicken, um eine Busse zu begleichen oder Versandkosten zu bezahlen.
Tatsächlich dient der Link jedoch dem Diebstahl persönlicher Daten. Die Meldungen, die von Nutzern, Mobilfunkanbietern und Partnern des Bundes eingegangen sind, haben unter bestimmten Umständen die Ergreifung von Massnahmen ermöglicht, um Cyberkriminelle zu stoppen, die sich oft nur auf der Durchreise durch unser Gebiet befinden. In einigen Fällen wurden die Täter von der Polizei jenseits des Gotthards aufgegriffen.
Quelle der Polizeinachricht: Kapo TI

Kategorien:

Tessin
Aktuell

Nächster ❯

Falsch Parker Ad Banner
tessin
Kanton Tessin – Millionenverluste durch digitale Straftaten