Bei Schwerverkehrskontrollen im Wallis hat die Kantonspolizei drei manipulierte AdBlue-Systeme entdeckt. Gegen Fahrer und Unternehmen wurden Geldstrafen ausgesprochen.
Saint-Maurice
Am 24. Juni 2026, kurz vor 14:00 Uhr, kontrollierte die Polizei bei St-Maurice einen in Polen zugelassenen Sattelzug auf dem Weg von Lausanne nach Martigny.
Bei der technischen Kontrolle im Schwerverkehrszentrum wurde festgestellt, dass das Motorsteuergerät per Software manipuliert worden war, um das AdBlue-Abgasreinigungssystem zu deaktivieren. Am Steuer saß ein 51-jähriger ukrainischer Fahrer.
A9 bei Saint-Maurice
Am 26. Juni 2026, kurz nach 06:30 Uhr, wurde auf der Autobahn A9 bei St-Maurice ein in Frankreich zugelassener Lastwagen kontrolliert.
Im Schwerverkehrszentrum entdeckten die Spezialisten einen sogenannten AdBlue-Emulator, der parallel an die Fahrzeugelektronik angeschlossen war und das Abgasreinigungssystem außer Betrieb setzte. Fahrer war ein 38-jähriger französischer Staatsangehöriger.
Simplonpass bei Gondo
Bereits am 10. Juni 2026 war auf der Simplonpassstraße bei Gondo ein in Polen zugelassener Kleintransporter kontrolliert worden.
Die technische Untersuchung ergab auch hier, dass das AdBlue-System durch Veränderungen an der Fahrzeugsoftware deaktiviert worden war. Dadurch konnte das Fahrzeug trotz Überschreitung der geltenden Abgasvorschriften betrieben werden. Gefahren wurde der Transporter von einem 41-jährigen polnischen Staatsangehörigen.
Geldstrafen von rund 30.000 Franken
Sämtliche Fahrer sowie die verantwortlichen Unternehmen wurden beim Dienst für Straßenverkehr und Schifffahrt angezeigt.
Die verhängten Geldstrafen belaufen sich insgesamt auf rund 30.000 Franken. Darüber hinaus mussten alle betroffenen Fahrzeuge vor der Weiterfahrt wieder in einen gesetzeskonformen Zustand versetzt werden.
Quelle der Polizeinachricht: Kapo VS

