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Kriminelle ködern Jugendliche über soziale Netzwerke

Redaktion Polizeiticker Schweiz

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Nahaufnahme von Händen, die auf einer beleuchteten Laptop-Tastatur in einer dunklen Umgebung tippen, was auf mögliche Online-Aktivitäten hinweist.
(Symbolbild) (Bildquelle: Polizei)

Die Kantonspolizei Freiburg warnt vor einer zunehmenden Rekrutierung von Jugendlichen über soziale Netzwerke. Kriminelle Organisationen locken junge Menschen mit Versprechen von schnellem Geld und verwickeln sie anschliessend in illegale Aktivitäten.

Soziale Netzwerke wie Snapchat, TikTok oder Telegram werden von kriminellen Organisationen zunehmend dazu genutzt, junge Menschen zu rekrutieren. Letztere werden über Stories, Beiträge oder direkte Nachrichten angesprochen, in denen ihnen versprochen wird, schnell und einfach Geld zu verdienen.
Sie suchen vor allem Jugendliche und bieten ihnen gut bezahlte «Aufträge» an. In Wirklichkeit sind diese Aufgaben illegal: Kreditkarten abholen, Geld abheben oder an Betrügereinen teilnehmen. Die oft im Ausland ansässigen Hintermänner verwenden eine jugendgerechte Sprache, Emojis, Memes und für soziale Netzwerke typische Codes, um ihre Angebote attraktiv zu gestalten und das Vertrauen der Zielpersonen zu gewinnen.
Anschliessend üben die Kriminellen mithilfe der erhaltenen persönlichen Informationen (Identitätskarte, Adresse, Fotos) Druck auf die Jugendlichen aus. Sobald die Jugendlichen rekrutiert sind, werden sie vollständig von der kriminellen Organisation übernommen, die ihnen vorgibt, wohin sie gehen, was sie tun und manchmal sogar, wo sie unterkommen sollen.
Letztendlich ist der Gewinn deutlich geringer als versprochen, aber die rechtlichen Risiken sind sehr hoch.

Risiken

Jugendliche, die sich bereit erklären, an diesen Aktivitäten teilzunehmen, setzen sich insbesondere folgenden Risiken aus:
  • Einer Verhaftung und Inhaftierung;
  • Einer Hausdurchsuchung an ihrem Wohnort;
  • Die Sicherstellung ihrer elektronischen Geräte;
  • Strafverfolgung wegen Beihilfe zum Betrug oder anderen Straftaten;
  • Einer Verurteilung, die im Strafregister eingetragen wird;
  • Die Verpflichtung, den Opfern die entwendeten Beträge zurückzuzahlen.
  • Die Kantonspolizei Freiburg weist darauf hin, dass Sie auch dann für die Folgen haftbar sind, wenn Sie einen Auftrag für jemand anderen ausführen.

Empfehlungen an die Jugendlichen

  • Misstrauen Sie Angeboten in sozialen Netzwerken, die schnelles und leicht verdientes Geld versprechen;
  • Übernehmen Sie niemals im Auftrag von Unbekannten die Abholung, den Transport oder die Übergabe von Geld, Bankkarten oder anderen Gegenständen;
  • Geben Sie niemals ihre persönlichen Daten (Adressen, Fotos, Telefonnummer, Identitätskarte) oder Bankdaten an Online-Bekanntschaften weiter;
  • Sprechen Sie im Zweifelsfall mit Ihren Eltern, einer Lehrperson oder der Polizei darüber.

Empfehlungen an die Eltern

  • Sprechen Sie regelmässig mit Ihren Kindern über die Risiken im Zusammenhang mit sozialen Netzwerken;
  • Machen Sie sie auf Versprechungen von schnellem Geld und auf Manipulationsmethoden im Internet aufmerksam;
  • Achten Sie auf plötzlich auftretende, unerklärliche Einkünfte und Aktivitäten;
  • Ermutigen Sie Ihre Kinder, Ihnen alle verdächtigen Angebote zu melden, die sie in sozialen Netzwerken erhalten;
  • Zögern Sie nicht, die Polizei zu kontaktieren, wenn Sie Zweifel haben oder wenn Ihr Kind offenbar angesprochen wurde.
Quelle der Polizeinachricht: Kapo FR

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