Nach dem Fund einer 52-jährigen Frau im Luganersee liegen seit Freitag, 4. September 2026, die Ergebnisse der rechtsmedizinischen Untersuchungen vor. Die Frau ertrank mit hoher Wahrscheinlichkeit.
Die Schweizerin aus dem Luganese war leblos im Luganersee (Ceresio) aufgefunden worden. Die inzwischen abgeschlossene Autopsie sowie radiologische, toxikologische, laborchemische und histologische Untersuchungen sprechen laut Staatsanwaltschaft dafür, dass der Tod auf die akuten Folgen einer Erstickung durch Ertrinken zurückzuführen ist.
Hinweise auf Verletzungen, natürliche Erkrankungen oder andere medizinische Ursachen, die den Tod verursacht oder zum Ertrinken beigetragen haben könnten, wurden nicht festgestellt. Insbesondere gebe es keine Anzeichen dafür, dass die 52-Jährige vor dem Ertrinken einen medizinischen Notfall erlitten hatte.
Die toxikologischen Untersuchungen ergaben jedoch eine sehr hohe Blutalkoholkonzentration sowie gleichzeitig Benzodiazepine in therapeutischer beziehungsweise untertherapeutischer Konzentration. Die Kombination könne die dämpfende Wirkung von Alkohol auf das zentrale Nervensystem verstärken und Aufmerksamkeit, Koordination sowie Bewusstsein erheblich beeinträchtigen.
Nach Einschätzung der Rechtsmedizin könnte dies ein wesentlicher begünstigender oder mitursächlicher Faktor gewesen sein – sowohl bei einem möglichen Sturz vom Ufer ins Wasser als auch bei Schwierigkeiten beim Schwimmen oder der Reaktionsfähigkeit.
Die bisherigen Ermittlungen ergaben keine Hinweise auf eine Einwirkung durch Dritte. Die Untersuchung dauert jedoch an. Unter anderem werden gesicherte Spuren und Zeugenaussagen ausgewertet. Zudem erfolgt eine radiologische Beurteilung durch Spezialisten des Instituts für Rechtsmedizin Zürich.
Quelle der Polizeinachricht: Kapo TI

