Am Sonntag, 28. Juni 2026, kam es bei EM Microelectronic in Marin zu einem Chemieunfall. Nach dem Austritt von Salzsäure wurden Anwohner vorsorglich aufgefordert, in ihren Wohnungen zu bleiben. Verletzt wurde niemand.
Am Sonntag, dem 28. Juni 2026, um 13:13 Uhr löste im Unternehmen EM Microelectronic in der Rue des Sors in Marin ein automatischer Alarm aus, der einen Chemieunfall meldete. Die Feuerwehr der Region für Brandschutz an der Neuenburger Küste (RDIL) rückte mit 12 Berufsfeuerwehrleuten vor Ort aus.
Ein Spezialist der Gruppe für technische Unterstützung und Analysen (GSTA) begab sich ebenfalls zum Einsatzort. Der Einsatz erforderte die Mobilisierung von 16 Beamtinnen und Beamten der Neuenburger Polizei sowie erstmals den Einsatz einer Drohne, um die Bevölkerung über deren Lautsprecher zu warnen.
Der Vorfall ist auf ein technisches Problem zurückzuführen, das zum Austritt von Salzsäure führte und dadurch den automatischen Alarm auslöste. Als Vorsichtsmassnahme wurden die Anwohner des in der Nähe des Unternehmens gelegenen Stadtviertels gebeten, sich etwa zwei Stunden lang in ihren Wohnungen aufzuhalten, bevor sie ihre Wohnungen auf Wunsch in entgegengesetzter Richtung zum Unternehmen verlassen durften, damit die Einsatzkräfte die Lage sichern und bewältigen konnten. Die Lage war kurz vor 21 Uhr wieder unter Kontrolle.
Da sich der Vorfall auf das Innere des Gebäudes beschränkte, waren weder die Bevölkerung noch die Umwelt gefährdet.
Die Neuenburger Polizei hat Ermittlungen eingeleitet, um die Ursachen und Umstände dieses Vorfalls aufzuklären.
Quelle der Polizeinachricht: Kapo NE

