Piotta TI – Zwei Tote nach Explosion in altem Ritom-Kraftwerk
Redaktion Polizeiticker Schweiz
Bei einem schweren Arbeitsunfall in der alten Wasserkraftzentrale Ritom in Piotta sind am Mittwochmorgen zwei Arbeiter ums Leben gekommen. Nach ersten Erkenntnissen kam es innerhalb des Gebäudes zu einer Explosion und einem Brand.
Der Unfall ereignete sich am 9. September 2026 kurz nach 09:30 Uhr. Bei der gemeinsamen Alarmzentrale (CECAL) ging zunächst die Meldung über einen Brand im Inneren des ehemaligen Kraftwerks ein.
Explosion erfasst zwei Arbeiter
Zum Zeitpunkt des Unglücks befanden sich zwei Arbeiter im Gebäude. Nach ersten Erkenntnissen kam es aus bislang ungeklärten Gründen zu einer Explosion, von der beide Männer erfasst wurden.
Bei einem der Opfer handelt es sich um einen 55-jährigen Schweizer mit Wohnsitz im Luganese. Die formelle Identifizierung seines Arbeitskollegen war zum Zeitpunkt der Mitteilung noch nicht abgeschlossen. Beide Männer erlagen ihren schweren Verletzungen.
Durch die Explosion und den anschliessenden Brand entstanden zudem erhebliche Schäden am Gebäude.
Grosseinsatz von Feuerwehr und Rettungskräften
Im Einsatz standen die Kantonspolizei Tessin sowie die Feuerwehren von Biasca, Alta Leventina und Bellinzona. Sie löschten den Brand und sicherten den betroffenen Bereich.
Ebenfalls aufgeboten wurden die Rettungskräfte von Tre Valli Soccorso und der Rega. Für die psychologische Betreuung der betroffenen Personen wurde das Care Team hinzugezogen.
Ursache der Explosion wird untersucht
Die genaue Ursache der Explosion und der Ablauf des Unglücks werden untersucht. Die Ermittlungen werden von Staatsanwältin Valentina Tuoni koordiniert.
Weitere Informationen wollen die Behörden derzeit nicht bekannt geben.
Quelle der Polizeinachricht: Kapo TI
Gemeinsame Medienmitteilung von AET und SBB zum Unfall
SBB und AET trauern um zwei Todesopfer nach Arbeitsunfall im alten Wasserkraftwerk Ritom
Bein einem schweren Arbeitsunfall im alten Wasserkraftwerk Ritom in Piotta haben am 9. September 2026 zwei Mitarbeitenden von AET ihr Leben verloren.
Die SBB, als Eigentümerin des Kraftwerks, und die AET, deren beiden Mitarbeitenden sich im Kraftwerk befanden, trauern um die beiden Todesopfer. Roberto Pronini, Direktor von AET, und Nicolas Ecoffey, Leiter Energie bei der SBB, sprechen den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus uns sind tief erschüttert über diesen tragischen Unfall.
Die SBB und die AET stehen mit den zuständigen Behörden im engen Kontakt. Diese klären die Ursachen und den genauen Verlauf des Ereignisses. Beide Unternehmen werden das Ereignis sorgfältig aufarbeiten, um zu verstehen, wie es dazu kommen konnte, und daraus die notwendigen Lehren zu ziehen.


