Besonders oft rückten die Helikopter zu Freizeitunfällen aus. (Bildquelle: Rega)
Über das Pfingstwochenende 2026 koordinierte die Rega schweizweit mehr als 130 Einsätze. Besonders häufig rückten die Helikoptercrews zu medizinischen Notfällen sowie Freizeit-, Wander- und Bergunfällen aus.
Die Einsätze über das verlängerte Wochenende geben Einblick in das breite Einsatzspektrum der Rega-Crews. Am häufigsten wurde die Rega auch in den letzten Tagen dann alarmiert, wenn schwer erkrankte Menschen rasche medizinische Hilfe aus der Luft benötigten – beispielsweise nach einem Herzinfarkt oder bei Verdacht auf einen Schlaganfall. Auf das Jahr gerechnet machen solche Einsätze fast die Hälfte aller Helikoptereinsätze der Rega aus.
Wetterbedingt viele Einsätze bei Freizeitaktivitäten
Da die Einsatzzahlen der Helikoptercrews stets die Wetterbedingungen, das Freizeitverhalten und die Reisetätigkeit der Bevölkerung sowie ausländischer Touristinnen und Touristen in der Schweiz widerspiegeln, waren die Rettungshelikopter über Pfingsten verhältnismässig oft nach Freizeit-, Sport-, Wander- oder Bergunfällen im Einsatz.
Auch hier war die Bandbreite an Einsätzen gross: Sie reichte vom verunfallten Jugendlichen, der auf einem Wanderweg am Albis (ZH) auf einen Baum geklettert war und mehrere Meter in die Tiefe fiel, bis zur Wanderin beim Aussichtsberg Les Pléiades (VD), die sich bei einem Sturz schwer verletzte und mit der Rettungswinde ausgeflogen werden musste. Am intensivsten gestaltete sich der vergangene Sonntag mit insgesamt 50 Einsätzen in der ganzen Schweiz.
Präventiveinsätze für blockierte Personen
Zum Einsatzspektrum der Rega-Crews über Pfingsten gehörten auch sogenannte Präventiveinsätze, bei denen Personen unverletzt oder nur leicht verletzt aus einer gefährlichen Lage gerettet werden mussten. Eine frühzeitige Alarmierung kann Unfälle verhindern. Eine Evakuation wird beispielsweise dann nötig, wenn sich eine Person verstiegen hat, im unwegsamen Gelände blockiert ist und nicht mehr gefahrlos weitergehen kann oder wenn sich die äusseren Bedingungen während einer Aktivität plötzlich verschlechtern.
Im schwierigen Gelände werden die Rega-Crews oft von Rettungsspezialisten Helikopter (RSH) der Alpinen Rettung Schweiz unterstützt – insbesondere dann, wenn gebirgstechnisches Fachwissen gefragt ist und Unterstützung in schwierigem, unzugänglichem Gelände benötigt wird.
Quelle der Nachricht: Rega

