Im Herbst steigt auf Schweizer Strassen die Gefahr von Wildunfällen. Besonders in der Dämmerung und bei Dunkelheit ist Vorsicht geboten. Worauf Autofahrer achten sollten, wie sich Kollisionen vermeiden lassen und was nach einem Wildunfall zu tun ist.
Mit den kürzeren Tagen steigt auf Schweizer Strassen die Gefahr von Wildunfällen. Besonders in der Dämmerung und bei Dunkelheit müssen Autofahrerinnen und Autofahrer mit plötzlich auftauchenden Tieren rechnen. Mit einer angepassten Fahrweise lassen sich viele Unfälle vermeiden.
Gerade im Herbst sind Rehe, Hirsche und andere Wildtiere vermehrt unterwegs. Gründe dafür sind unter anderem die Brunftzeit, die Nahrungssuche vor dem Winter sowie die früh einsetzende Dunkelheit. Besonders auf Überlandstrassen, an Waldrändern und in ländlichen Gebieten ist deshalb erhöhte Vorsicht geboten.
Zu den besonders betroffenen Kantonen gehören Thurgau, Graubünden, Jura, Appenzell Innerrhoden und Solothurn.
So lassen sich Wildunfälle vermeiden
Wer in der Dämmerung oder bei Dunkelheit unterwegs ist, sollte seine Geschwindigkeit anpassen und die Fahrbahnränder aufmerksam beobachten. Besonders bei Wildwechsel-Warnschildern ist Vorsicht geboten.
Taucht ein Tier am Strassenrand auf, sollten Fahrzeuglenkende kontrolliert abbremsen und das Fernlicht abblenden. Da Wildtiere häufig in Gruppen unterwegs sind, muss mit weiteren Tieren gerechnet werden.
Von riskanten Ausweichmanövern wird abgeraten. Diese können zu schwereren Unfällen führen als ein direkter Zusammenstoss. Sicherer ist es, kontrolliert zu bremsen und möglichst die Fahrspur zu halten.
Was tun nach einem Wildunfall?
Kommt es zu einer Kollision, müssen Fahrzeuglenkende anhalten, den Warnblinker einschalten und die Unfallstelle absichern. Die eigene Sicherheit hat dabei oberste Priorität.
Wildunfälle müssen der Polizei oder der zuständigen Wildhut gemeldet werden, auch wenn das Tier nach dem Zusammenstoss flüchtet. Verletzte Tiere sollten keinesfalls berührt werden, da sie unter Stress unberechenbar reagieren können.
Schäden durch eine direkte Kollision mit einem Wildtier sind in der Regel über die Teilkaskoversicherung gedeckt. Bei Schäden infolge eines Ausweichmanövers ist häufig eine Vollkaskoversicherung erforderlich.
Besonders in den kommenden Herbstwochen gilt deshalb: Geschwindigkeit reduzieren, aufmerksam fahren und jederzeit mit Wildwechsel rechnen.