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Sicher in den Urlaub – Diese Unfallgefahr unterschätzen viele

Redaktion Polizeiticker Schweiz

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Ein Mann sitzt in einem Auto und hat seinen Kopf auf das Lenkrad gestützt, als ob er nachdenklich oder besorgt ist.
(Symbolbild) (Bildquelle: diana.grytsku by freepik)

Rund ein Drittel aller Verkehrsunfälle ereignet sich in den Sommermonaten. Die Ferienzeit bringt mehr Verkehr, längere Fahrten und damit ein erhöhtes Unfallrisiko.

Mit Beginn der Sommerferien steigt auf vielen Strassen das Verkehrsaufkommen. Lange Fahrten in den Urlaub, Staus und hohe Temperaturen belasten viele Autofahrer. Doch welche Faktoren erhöhen in der Ferienzeit das Unfallrisiko besonders? Das wollten wir von euch wissen.
Zur Auswahl standen:
  • Zu hohe Geschwindigkeit
  • Ablenkung, z. B. durch das Handy
  • Müdigkeit auf langen Fahrten
  • Hohes Verkehrsaufkommen und Staus
Am häufigsten nanntet ihr Ablenkung, etwa durch das Handy, als Ursache für Verkehrsunfälle in der Ferienzeit. Mit eurer Einschätzung liegt ihr nahe an den Erkenntnissen der Unfallforschung: Ablenkung und Unachtsamkeit zählen seit Jahren zu den häufigsten Unfallursachen im Strassenverkehr.
Nach Angaben der BFU spielen sie bei rund einem Drittel der schweren Verkehrsunfälle in der Schweiz eine Rolle. Zudem werden jedes Jahr rund 1'220 Menschen schwer verletzt und etwa 60 Menschen getötet, nachdem es infolge von Ablenkung oder Unaufmerksamkeit zu einem Unfall gekommen ist.
Eine Person hält ein Smartphone in der rechten Hand, während sie mit der linken das Lenkrad eines Autos steuert. Sonnenlicht fällt auf die Szene.
Handy am Steuer (Symbolbild) (Bildquelle: Adobe Stock - Zedspider)
Nach Erkenntnissen des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) sind auch in Österreich 30 Prozent aller Verkehrsunfälle auf Unaufmerksamkeit und Ablenkung zurückzuführen. Gerade in der Ferienzeit warnt das KFV jedoch vor einer oft unterschätzten Gefahr: Müdigkeit am Steuer.
Lange Fahrten, Staus und hohe Temperaturen fördern Konzentrationsmängel und erhöhen die Gefahr eines Sekundenschlafs. Müdigkeit gilt deshalb neben Ablenkung, dichtem Reiseverkehr und Staus zu den wichtigsten Risikofaktoren im Sommer.

Warnung vor Sekundenschlaf

Bereits bevor ein Fahrer tatsächlich einschläft, lassen Konzentration, Aufmerksamkeit und Reaktionsvermögen deutlich nach. Besonders gefährlich ist der sogenannte Sekundenschlaf: Das Fahrzeug wird dabei für mehrere Sekunden unkontrolliert weitergelenkt – oft mit schwerwiegenden Folgen.
Besonders tückisch ist, dass Übermüdung nicht nur auf langen Autobahnfahrten auftritt. Auch monotone oder gut bekannte Strecken verleiten dazu, Warnsignale zu übersehen. Wer häufig gähnt, schwere Augen bekommt oder sich schlechter konzentrieren kann, sollte die Fahrt möglichst rasch unterbrechen.
Vor allem Schlafmangel sowie Fahrten in den frühen Morgenstunden oder spät in der Nacht erhöhen das Risiko zusätzlich. Viele Betroffene überschätzen zudem ihre eigene Leistungsfähigkeit und ignorieren erste Warnsignale.

Regelmässige Pausen statt Durchhalten

Verkehrsexperten empfehlen, ausgeschlafen in den Urlaub zu starten und spätestens alle zwei Stunden eine Pause einzulegen. Wer erste Anzeichen von Müdigkeit bemerkt, sollte die Fahrt unterbrechen, sich bewegen oder einen kurzen Powernap machen. Wenn möglich, übernimmt anschliessend eine ausgeruhte Person das Steuer. Geöffnete Fenster, laute Musik oder Kaffee können Müdigkeit zwar kurzfristig überdecken, ersetzen jedoch keine Erholung.

Tipps gegen Müdigkeit am Steuer

  • Ausgeschlafen starten: Lange Fahrten nur ausgeruht beginnen.
  • Regelmässig Pausen einlegen: Spätestens alle zwei Stunden anhalten, sich bewegen und frische Luft schnappen.
  • Fahrt abwechseln: Wenn möglich, das Steuer mit einer zweiten Person teilen.
  • Genug trinken: Ausreichend Wasser trinken – besonders an heissen Tagen.
  • Warnsignale ernst nehmen: Gähnen, schwere Augen oder Konzentrationsprobleme sind klare Zeichen für eine Pause.
  • Powernap statt Durchhalten: Ein kurzer Schlaf von 15 bis 20 Minuten wirkt oft besser als Kaffee allein.
  • Nachtfahrten vermeiden: Wer müde ist, sollte möglichst nicht in den frühen Morgenstunden oder spät nachts fahren.
Zu hohe Geschwindigkeit bleibt unabhängig von der Jahreszeit ebenfalls ein wesentlicher Unfallfaktor. Treffen Tempo, Ablenkung oder Müdigkeit zusammen, steigt das Risiko schwerer Unfälle daher zusätzlich.

❓Fragen an euch

  • Wie bereitet ihr euch auf lange Autofahrten in den Urlaub vor?
  • Welche Strategien helfen euch, auf langen Fahrten wach und konzentriert zu bleiben?
  • Habt ihr schon einmal wegen Müdigkeit oder Ablenkung eine Pause eingelegt – oder im Nachhinein gedacht, dass es besser gewesen wäre?
Quellen: BFU, KFV, ÖAMTC

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