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Bern

Sigriswil BE – Guntenbach mit Gülle verunreinigt

Toter Fisch
Toter Fisch (Bildquelle: Pixabay - Symbolbild)

Am Mittwochnachmittag ist in Sigriswil Gülle in den Guntenbach gelangt. Die Verunreinigung erstreckt sich auf circa vier Kilometer. Es ist davon auszugehen, dass zahlreiche Lebewesen verendet sind. Der Ursprung der Verunreinigung ist bekannt. Weitere Abklärungen sind im Gang.

Am Mittwoch, 30. März 2022, wurde der Kantonspolizei Bern kurz nach 14:05 Uhr gemeldet, dass in Sigriswil der Guntenbach mit Gülle verschmutzt sei. Beim Eintreffen der Patrouille bestätigte sich die Meldung und es konnte festgestellt werden, dass der Bach bereits über eine längere Distanz braun verfärbt war.

Im Zuge der weiteren Abklärungen konnte der Ursprung der Gewässerverschmutzung geklärt werden. Demnach dürfte im Gebiet unterhalb Schwanden bei Pumparbeiten eine grössere Menge Gülle ausgetreten und dann über Brunnenabflüsse in den Guntenbach gelangt sein. In der Folge floss die Gülle via Grabenmühle bis in den Thunersee. Gemäss aktuellem Kenntnisstand erstreckt sich die Verunreinigung auf zirka vier Kilometer. Insbesondere im Bereich des ersten Kilometers dürften durch die Konzentration der Gülle und das Ausmass der Verunreinigung zahlreiche Lebewesen verendet sein.

In Zusammenarbeit mit der Fischereiaufsicht und dem Amt für Wasser und Abfall wurden umgehend erste Massnahmen getroffen. Unter anderem wurde Frischwasser in den Bachlauf eingelassen. Zudem versorgte die Feuerwehr Sigriswil eine Fischzucht, die sich im betroffenen Bereich befindet, ebenfalls mit Frischwasser. Aktuellen Erkenntnissen zufolge nahm der Fischbestand der Zucht durch die Verunreinigung keinen Schaden. Auch das Trinkwasser wurde nicht verschmutzt.

Weitere Abklärungen zum genauen Ausmass der Verunreinigung werden durch die Fischereiaufsicht getätigt. Der mutmassliche Verursacher muss mit einer Anzeige rechnen.

Quelle: Kapo BE