Stadt Zürich – Hunderte Einsätze und ein Todesopfer nach Unwetter
Redaktion Polizeiticker Schweiz
Ein schweres Unwetter hat am Freitagabend den Kanton Zürich getroffen. Eine 16-Jährige wurde von einem herabfallenden Ast tödlich verletzt. Feuerwehr, Sanität und Polizei bewältigten innert weniger Stunden Hunderte Einsätze.
Am Freitagabend, 19. Juni 2026, ist ein heftiges Unwetter über den Kanton Zürich hinweggezogen und hat insbesondere in der Stadt Zürich zahlreiche Schäden verursacht. Mehrere Personen wurden verletzt, eine 16-jährige Jugendliche verlor ihr Leben.
Gegen 18 Uhr gingen bei der Einsatzleitzentrale 144/118 von Schutz & Rettung Zürich sowie bei der Stadtpolizei Zürich die ersten Notrufe ein. Das Unwetter zog von Urdorf her in Richtung Winterthur und blieb während rund zwei Stunden über der Stadt Zürich.
Zu einem tragischen Ereignis kam es im Kreis 8 an der Feldeggstrasse. Eine 16-Jährige wurde von einem herabfallenden Ast getroffen und schwer verletzt. Nach der medizinischen Erstversorgung wurde sie in kritischem Zustand ins Spital gebracht.
Wie die Behörden am Sonntag mitteilten, verstarb die Jugendliche am 20. Juni 2026 im Spital. Der genaue Unfallhergang sowie die Todesursache werden durch die Stadtpolizei Zürich, das Institut für Rechtsmedizin Zürich und die zuständige Staatsanwaltschaft abgeklärt.
Am Mythenquai im Kreis 2 wurden sechs weitere Personen durch umstürzende Bäume leicht verletzt. Zwei von ihnen mussten zur weiteren Behandlung ins Spital gebracht werden.
In einem Gebäude war zudem eine Person aufgrund steigender Wassermassen eingeschlossen. Sie konnte durch die Feuerwehr gerettet werden. Beim Bahnhof Wollishofen wurde eine Unterführung überflutet und war zeitweise nicht mehr passierbar.
Zahlreiche weitere Einsätze standen im Zusammenhang mit umgestürzten Bäumen und Ästen, Verkehrsunfällen, blockierten Verkehrsachsen, Stromgefahren, herumfliegenden Gegenständen sowie gefluteten Kellern.
Auf dem Gebiet der Stadt Zürich bewältigten die Berufs- und Milizfeuerwehr zwischen 17.30 Uhr und 21.00 Uhr insgesamt 270 Einsätze. Die Sanität von Schutz & Rettung Zürich rückte im gleichen Zeitraum zu 50 Einsätzen aus.
Die Einsatzleitzentrale nahm während des Unwetters 730 Feuerwehr- und 130 Sanitätsnotrufe entgegen und disponierte kantonsweit 680 Feuerwehreinsätze.
Neben der Stadt Zürich waren insbesondere die Regionen Bülach, Bassersdorf, Dübendorf, Erlenbach und Meilen vom Unwetter betroffen.
Die Einsatzleitzentrale wurde personell verstärkt, zusätzlich wurde der Unwetterstab von Schutz & Rettung Zürich aktiviert. Unterstützung leisteten auch Angehörige der Stützpunktfeuerwehr Kloten sowie der Ortsfeuerwehren Bassersdorf, Altbach und Embrachertal.
Bei der Einsatzzentrale der Stadtpolizei Zürich gingen im gleichen Zeitraum rund 60 Meldungen wegen umgestürzter Bäume, austretendem Wasser aus der Kanalisation und losgerissenen Schiffen ein.
Quelle der Polizeinachricht: Schutz & Rettung Zürich / Stadtpolizei Zürich

