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Ungelöst – Der Zodiac Killer – Der Beginn einer Mordserie

Redaktion Polizeiticker Schweiz

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Das Bild zeigt ein Phantombild mit einem Mann, der eine Brille trägt. Er hat kurzes Haar und einen neutralen Gesichtsausdruck.
Phantombild des mutmasslichen Zodiac Killers, erstellt nach Zeugenaussagen im Jahr 1969 (Bildquelle: San Francisco Police Department )

Zwischen 1968 und 1969 erschüttert eine rätselhafte Mordserie den Norden Kaliforniens. Ein unbekannter Täter tötet mehrere Menschen und verschwindet spurlos. Bis heute ist ungeklärt, wer als Zodiac Killer in die Kriminalgeschichte einging.

Heute verlassen wir Europa und richten den Blick auf einen der berühmtesten ungelösten Kriminalfälle überhaupt. Die Geschichte des Zodiac Killers ist allerdings so komplex, dass wir sie in mehreren Teilen beleuchten.
Zwischen Dezember 1968 und Oktober 1969 versetzt ein unbekannter Serienmörder den Norden Kaliforniens in Angst und Schrecken. Er tötet junge Menschen scheinbar wahllos, meldet sich anschliessend selbst bei der Polizei und beginnt ein tödliches Spiel mit den Ermittlern. Bis heute konnte der sogenannte Zodiac Killer nicht identifiziert werden.

Die ersten Opfer

Am Abend des 20. Dezember 1968 treffen sich der 17-jährige David Faraday und die 16-jährige Betty Lou Jensen zu ihrem ersten Date. Nachdem sie zunächst Freunde besucht und anschliessend in einem Drive-in-Restaurant gegessen haben, fahren sie auf die abgelegene Lake Herman Road nahe Benicia, ein beliebter Treffpunkt für junge Paare.
Kurz nach 23 Uhr nähert sich ein weiteres Fahrzeug. Was anschliessend geschieht, lässt sich bis heute nicht vollständig rekonstruieren. Fest steht: David Faraday wird aus nächster Nähe erschossen. Betty Lou Jensen versucht wohl zu fliehen, wird jedoch von mehreren Kugeln in den Rücken getroffen und stirbt noch am Tatort.
Zunächst ahnt niemand, dass dies der Beginn einer der bekanntesten Mordserien der amerikanischen Kriminalgeschichte ist.

Sieben Monate später

Mehr als ein halbes Jahr bleibt es ruhig.
Doch in der Nacht des 4. Juli 1969 schlägt der Täter erneut zu. Die 22-jährige Darlene Ferrin und ihr 19-jähriger Begleiter Mike Mageau sitzen auf einem Parkplatz des Blue-Rock-Springs-Golfplatzes in Vallejo, als plötzlich ein Auto hinter ihnen anhält.
Der unbekannte Mann steigt aus, nähert sich dem Fahrzeug und eröffnet ohne Vorwarnung das Feuer. Darlene Ferrin wird tödlich getroffen. Mike Mageau überlebt schwer verletzt und kann den Ermittlern später wichtige Hinweise zum Täter und dessen Fahrzeug geben.
Kurz nach der Tat geht beim Polizeihauptquartier ein Anruf ein. Ein unbekannter Mann meldet den Doppelmord und behauptet ausserdem, auch das Liebespaar vom Dezember 1968 getötet zu haben. Damit bringt er erstmals beide Verbrechen miteinander in Verbindung.

Ein neuer Tatort

Nur wenige Monate später, am 27. September 1969, greift der Täter erneut an. Diesmal sucht er sich ein Paar aus, das den Nachmittag am Lake Berryessa verbringt.
Mit einer ungewöhnlichen, schwarzen Henkershaube und einem aufgenähten Symbol tritt der Unbekannte an die Studenten Bryan Hartnell und Cecelia Shepard heran. Er behauptet zunächst, lediglich Geld und das Auto stehlen zu wollen. Anschliessend fesselt er beide und sticht mit einem Messer mehrfach auf sie ein.
Hartnell überlebt den Angriff. Cecelia Shepard erliegt zwei Tage später ihren schweren Verletzungen. Vor seiner Flucht hinterlässt der Täter auf der Autotür des Paares ein rätselhaftes Symbol und notiert die Daten seiner bisherigen Angriffe.
Eine weiße Autotür ist mit einem handgeschriebenen Text in dunkler Schrift versehen, inklusive Daten und einem symbolischen Zeichen.
Die vom Zodiac-Killer beschriftete Tür von Bryan Hartnells Auto, 1969 (Bildquelle: FBI)

Mitten in San Francisco

Nur zwei Wochen später schlägt der Täter erneut zu.
Am 11. Oktober 1969 steigt der 29-jährige Taxifahrer Paul Stine in San Francisco ein letztes Mal hinter das Steuer seines Taxis. Sein Fahrgast lässt sich in den Stadtteil Presidio Heights bringen. Dort erschiesst der Unbekannte den Fahrer aus nächster Nähe.
Mehrere Zeugen beobachten den Täter. Aufgrund einer fehlerhaften Täterbeschreibung hält eine Polizeistreife den Mann sogar kurz an, lässt ihn jedoch wieder laufen, weil sie nach einem anderen Verdächtigen sucht. Es ist wahrscheinlich einer der grössten Ermittlungsfehler in der Geschichte des Falls.

Bis heute ungeklärt

Offiziell werden dem Zodiac Killer fünf Morde und zwei Mordversuche zugeschrieben. Der Täter selbst behauptete später allerdings, insgesamt 37 Menschen getötet zu haben, eine Zahl, die nie bestätigt werden konnte.
Wer hinter den Taten steckt, ist bis heute ungeklärt.
Fortsetzung folgt:
Nach den Morden beginnt für den Täter das eigentliche Spiel. Mit Briefen, verschlüsselten Botschaften und Drohungen an die Presse fordert der Zodiac Killer Polizei und Öffentlichkeit heraus. Mehr dazu im zweiten Teil unserer Serie.

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