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Wallis – Mehr Gewalt und Einbrüche im Jahr 2025

23.03.2026 | 13:48

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Wallis – Mehr Gewalt und Einbrüche im Jahr 2025

(Symbolbild) (Bildquelle: Kantonspolizei Wallis)

Die Kantonspolizei Wallis meldet für 2025 einen Anstieg der Straftaten um 4 %, bedingt durch Bevölkerungswachstum und mehr Gewalt. Gleichzeitig sank die Zahl der Verkehrstoten.

Demografischer Kontext

Zwischen 2022 und 2025 ist die Walliser Bevölkerung von 353’209 auf 371’288 Einwohnerinnen und Einwohner gewachsen, was einer Zunahme von über 18’000 Personen, vergleichbar mit einer mittelgrossen Stadt, entspricht.
Dieses Bevölkerungswachstum spiegelt sich in gewissen polizeilichen Kennzahlen wider. 2025 belief sich die Gesamtzahl der registrierten Straftaten auf 17’819, was einer Zunahme von 2,4 % gegenüber 2024 entspricht. Der Grossteil dieser Delikte betrifft das Strafgesetzbuch (82 %), was einen Anstieg von 4 % bedeutet.

Strafbare Handlungen gegen Leib und Leben

2025 wurden im Wallis 1’171 strafbare Handlungen gegen Leib und Leben registriert, gegenüber 1’005 im Jahr 2024. Dies entspricht einer Zunahme von 17 %. Dazu zählen insbesondere Tätlichkeiten, Körperverletzungen, Unterlassung der Nothilfe sowie Gefährdung des Lebens.
Die Aufklärungsquote, bereits auf sehr hohem Niveau, ist von 92,8 % im Jahr 2024 auf 95 % im Jahr 2025 gestiegen.

Strafbare Handlungen gegen die sexuelle Integrität

2025 wurden im Wallis 327 strafbare Handlungen gegen die sexuelle Integrität registriert, gegenüber 409 im Jahr 2024. Dies entspricht einem Rückgang von rund 20 %. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf weniger Fälle im Bereich Pornografie und Exhibitionismus zurückzuführen.
Die Zahl der angezeigten Vergewaltigungen steigt jedoch von 50 Fällen im Jahr 2024 auf 56 im Jahr 2025 weiter an. Diese Entwicklung hängt insbesondere mit der 2024 in Kraft getretenen Anpassung der gesetzlichen Grundlagen zur Definition der Vergewaltigung zusammen.
Die Aufklärungsquote bleibt mit rund 92 % stabil auf hohem Niveau.

Häusliche Gewalt

Häusliche Gewalt bleibt ein zentrales Anliegen der Kantonspolizei Wallis. 2025 wurden 1’208 entsprechende Straftaten registriert, gegenüber 1’060 im Jahr 2024. Zudem wurden im vergangenen Jahr zwei Tötungsdelikte im privaten Umfeld verübt.
Diese Zahlen sind jedoch im Zusammenhang mit einer leicht rückläufigen Zahl von Polizeieinsätzen zu betrachten, die von 457 im Jahr 2024 auf 438 im Jahr 2025 gesunken ist.

Strafbare Handlungen gegen das Vermögen

Einbruchdiebstähle nehmen 2025 um 25 % zu. Dieser Anstieg lässt sich unter anderem durch die steigende Attraktivität von Gold und leicht weiterverkäuflichen Wertgegenständen erklären.
Auch nehmen Fälle von Raub zu (+21 %). In fast jedem fünften Fall stehen diese Straftaten im Zusammenhang mit dem Betäubungsmittelhandel.
Die Aufklärungsquote liegt bei 85 %.

Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz

Die Kriminalität im Zusammenhang mit Betäubungsmitteln befindet sich weiterhin im Wandel. Die Zahl schwerer Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz hat sich in fünf Jahren, von 39 Fällen im Jahr 2020 auf 81 im Jahr 2025, mehr als verdoppelt.
Gleichzeitig sind die konsumbezogenen Delikte von 3’107 auf 1’695 Fälle im gleichen Zeitraum deutlich zurückgegangen.
Unter den betroffenen Personen sind 62 % Erwachsene über 24 Jahre. Der Anteil der Jugendlichen ist rückläufig und sinkt von 17 % im Jahr 2024 auf 12 % im Jahr 2025.

Verkehrssicherheit

2025 kamen im Wallis acht Personen bei Verkehrsunfällen ums Leben, gegenüber zehn im Jahr 2024. Der Durchschnitt der letzten zehn Jahre liegt bei zwölf Todesfällen pro Jahr.
Die Hauptursachen für Unfälle bleiben der körperliche Zustand der Lenkerinnen und Lenker (Alkohol-, Drogen- oder Medikamenteneinfluss sowie Müdigkeit), der für 36,8 % der Unfälle verantwortlich ist, gefolgt von Unaufmerksamkeit, unangepasster Geschwindigkeit und Missachtung der Vortrittsregeln.
Hervorzuheben ist, dass sich die grosse Mehrheit der Verkehrsteilnehmenden regelkonform verhält. Von 16’766 Alkoholkontrollen im Jahr 2025 waren 95,2 % der Fahrzeuglenkenden vorschriftsgemäss unterwegs.
Quelle der Polizeinachricht: Kapo VS

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