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Zug – Dutzende Verfahren wegen Covid-Kreditmissbrauch noch offen

Redaktion Polizeiticker Schweiz

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Ein Stapel von Schweizer Banknoten in verschiedenen Farben, darunter 10-, 20-, 50-, und 1000-Franken-Scheine, die locker übereinander liegen.
Symbolbild (Bildquelle: Adobe Stock)

Die Strafverfolgungsbehörden im Kanton Zug beschäftigen sich auch mehr als sechs Jahre nach Einführung der Covid-19-Kredite weiterhin mit mutmasslichen Missbrauchsfällen. Von insgesamt 244 Strafverfahren konnten bislang 166 abgeschlossen werden. 78 Verfahren sind weiterhin hängig.

Mehr als sechs Jahre nach Einführung der Covid-19-Kredite beschäftigen mutmassliche Missbrauchsfälle die Strafverfolgungsbehörden im Kanton Zug weiterhin intensiv. Per 31. Juli 2026 wurden insgesamt 244 Strafverfahren im Zusammenhang mit mutmasslichem Missbrauch von Covid-19-Krediten registriert. Davon konnten 166 Verfahren abgeschlossen werden. 78 Strafverfahren sind derzeit noch hängig.
Die bisher abgeschlossenen Strafverfahren betreffen eine mutmassliche Deliktssumme von rund 9,5 Millionen Franken. Die Ermittlungen gestalten sich häufig anspruchsvoll und gehen vielfach über den mutmasslichen Missbrauch von Covid-19-Krediten hinaus. In zahlreichen Fällen besteht der Verdacht weiterer Wirtschaftsdelikte wie Konkurs-, Urkunden- oder Vermögensdelikte. Entsprechend aufwändig sind die Ermittlungen sowie die interkantonale und internationale Zusammenarbeit.

Taskforce bündelt Fachwissen

Um die Verfahren gezielt voranzutreiben, haben die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug und die Zuger Polizei im Jahr 2023 eine gemeinsame Taskforce eingerichtet. Die Covid-19-Kreditverfahren wurden bei einem spezialisierten Team gebündelt, das überwiegend mit bestehenden personellen Ressourcen aufgebaut wurde. Dadurch konnten Fachwissen und Erfahrung gezielt aufgebaut sowie die teilweise komplexen Wirtschaftsstraffälle effizient bearbeitet werden.

Komplexe Verfahren bleiben eine Herausforderung

Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass sich diese Spezialisierung bewährt hat. Gleichzeitig zählen die noch hängigen Verfahren häufig zu den besonders komplexen Fällen und erfordern einen entsprechend hohen Ermittlungsaufwand. Zudem gehen auch heute noch neue Anzeigen im Zusammenhang mit mutmasslichem Missbrauch von Covid-19-Krediten ein. Die strafrechtliche Aufarbeitung wird die Strafverfolgungsbehörden deshalb auch in den kommenden Jahren beschäftigen.
Quelle der Polizeinachricht: Polizei Zug

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