(Symbolbild) (Bildquelle: Polizei)
Betrüger, die sich am Telefon als Polizisten ausgeben, treiben weiterhin ihr Unwesen. Täglich gehen bei der Kantonspolizei Meldungen von Betroffenen ein. Sie mahnt zu Wachsamkeit.
Die Polizei hätte Einbrecher festgenommen, erklärte die
hochdeutsch sprechende Frau am Telefon, die sich als
Kantonspolizistin Vanessa Schmidt ausgab.
Die Kriminellen besässen Angaben zum Bankkonto und sie müsse ihr
Vermögen nun dringend in Sicherheit bringen, bekam die
angerufene Aargauerin zu hören. Bevor es darum ging, das
Geld der angeblichen Polizei zu übergeben, durchschaute
die Frau den Schwindel.
Dies ist nur ein Beispiel, wie Telefonbetrüger unablässig auf
der Suche nach Opfern sind. Neben der abenteuerlichen
Geschichte von gefassten Einbrechern macht eine weitere
Masche die Runde. Jene von der Tochter, welche einen
Autounfall hatte. Angeblich um den Blechschaden oder die
Spitalkosten sofort zu begleichen, fordern die falschen
Polizisten Geld. Um die Dramatik zu steigern, wimmert im
Hintergrund eine Frau.
Allein gestern Mittwoch, 15. Juni 2022, gingen bei der
Kantonspolizei Aargau rund 20 Meldungen von Betroffenen
an, die solche Anrufe von vermeintlichen Polizisten erhalten
hatten. Die Dunkelziffer dürfte weit grösser sein.
So abstrus und durchschaubar die Stories auch klingen
mögen – sie fordern laufend Opfer. So verzeichnet die
Kantonspolizei immer wieder Fälle, bei denen Betroffene
zahlen oder kurz davorstanden, Unsummen von ihrem
Konto abzuheben.
Im Fokus der Betrüger stehen vornehmlich ältere Leute, die
meist anhand ihres Vornamens aus dem Telefonverzeichnis
ausgewählt werden. So wie die Kriminellen über alle
Landesgrenzen hinweg operieren, bestehen bei den Anrufen
auch keine örtlichen Schwerpunkte im Kanton.
Einmal mehr warnt die Kantonspolizei vor solchen
Telefonbetrügern. Sie rät dazu, Anrufe dieser Art sofort
abzubrechen und keinesfalls auf Forderungen einzugehen.
Quelle: Kantonspolizei Aargau

