Kanton Aargau – Impfstandort Rheinfelden in Betrieb!
(Symbolbild) (Bildquelle: TickerMedia)
Seit heute Montag ist der erste Impfstandort im Fricktal in Betrieb. Im Bahnhofssaal Rheinfelden führt das Gesundheitszentrum Fricktal im Auftrag des Departements Gesundheit und Soziales Covid-19-Impfungen durch.
Die derzeitige Knappheit bei den Impfstofflieferungen
führt im ganzen Kanton Aargau zu längeren Wartezeiten bei der
Terminvergabe für die Impfungen gegen das Coronavirus. Deshalb stehen Termine für Erstimpfungen momentan noch in kleinen Mengen zur Verfügung.
Heute Montag, 8. Februar 2021, erhalten etwa 50 Personen
am Gesundheitszentrum Fricktal GZF in Rheinfelden die
erste Covid-19-Impfung. Am neuen Impfstandort im Bahnhofssaal können im voll ausgebauten Betrieb bis zu
4'800 Personen pro Woche geimpft werden. In der laufenden Woche steht aber nur für knapp 500 Personen Impfstoff
zur Verfügung. "Derzeit arbeiten sieben Personen am Impfstandort Rheinfelden, darunter auch eigens dafür rekrutiertes Personal", sagte Priska Grünig, Chefärztin Medizinische
Klinik und Ärztliche Leiterin Covid-19-Taskforce des GZF.
Ab dem 22. Februar 2021 betreibt das GZF voraussichtlich
in Laufenburg einen zweiten Impfstandort im Fricktal. Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati dankte dem Personal
des GZF bei seinem Besuch vor Ort: "Dadurch dass wir unsere Impfzentren den bestehenden Strukturen der Akutspitäler angliedern, können wir auf das Know-how und die Unterstützung unserer Gesundheitsinstitutionen zählen. Sie
erbringen mit ihrer hohen Kompetenz einen tollen Impf-Service für die Aargauer Bevölkerung."
Der Impfstandort Rheinfelden ergänzt die bisherigen Standorte:
• Aarau (Kantonsspital Aarau AG)
• Baden (Kantonsspital Baden AG)
• Windisch (Kantonsspital Baden AG auf Areal Königsfelden)
• Muri (Spital Muri)
Die Anmeldung erfolgt wie für die anderen Impfzentren über
www.ag.ch/covid-impfanmeldung. Für Personen ohne Internetzugang und Mobiltelefon bieten die Aargauer Apotheken
Unterstützung bei der Terminregistrierung an. Dafür benötigen Sie lediglich eine Festnetz-Telefonnummer. Über die
Hausärztinnen und Hausärzte sind zurzeit keine Termine zu
erhalten. Für Fragen zur Anmeldung steht weiterhin die EMail-Adresse covid-19-impfung@ag.ch zur Verfügung.
Spitalpersonal schützen:
Die Impfstrategie des Kantons Aargau sieht vor, wichtige
Gruppen des Gesundheitspersonals bei der Impfung zu priorisieren. Seit Beginn der Impfkampagne werden Mitarbeitende von Intensiv- und Covid-19-Stationen in den Aargauer
Spitälern sowie Personal mit engem Patientenkontakt in
Pflegeheimen geimpft. Nun zeigen die Infektionszahlen mit
dem mutierten Virus, dass eine dritte Welle drohen könnte.
Um die Spitalversorgung auch in einer dritten Welle sicherzustellen, beschleunigt der Kanton Aargau die Impfung des
Spitalpersonals mit Patientenkontakt. Er folgt dabei wie bisher den Empfehlungen der Eidgenössischen Kommission für
Impffragen (EKIF).
Knapper Impfstoff und lange Wartezeiten:
Die beschleunigte Impfung des Spitalpersonals führt dazu,
dass die Vergabe von neuen Terminen für Erstimpfungen in
den Impfzentren nur eingeschränkt möglich bleibt. Bereits
vergebene Termine für Erstimpfungen und für Zweitimpfungen bleiben gültig. Die bisherige Priorisierung von über
75-Jährigen und Personen mit chronischen Vorerkrankungen mit höchstem Risiko gilt weiterhin. Letztere benötigen
für die Impfung ein ärztliches Attest.
Die Impfstofflieferanten haben zudem die Lieferungen gegenüber der ursprünglichen Planung stark gekürzt. Auch
deshalb besteht eine lange Wartezeit für Impftermine. Es
kann selbst bei über 75-Jährigen und bei Personen mit chronischen Vorerkrankungen mit höchstem Risiko mehrere Wochen dauern von der Registrierungsbestätigung bis zum Erhalt eines Impftermins.
Registrierung wird nicht gelöscht:
Personen, die eine Registrierungsbestätigung per SMS erhalten haben, sind automatisch auf der Warteliste für einen
Termin. Die nächste Kontaktaufnahme geschieht, sobald ein Termin frei ist. Der Kanton Aargau verimpft alle Impfstoffe
schnell und legt in Anbetracht der bisher nur kleinen Lieferungen der Impfstoffe für die Zweitimpfung eine Reserve an,
um das Ausfallen von Zweitimpfungen zu verhindern. Dies
entspricht den Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit (BAG).


