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Kanton Bern – Polizei ermöglicht Online-Anzeige bei Sexualgewalt

Redaktion Polizeiticker Schweiz

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Eine Person sitzt an einem Tisch und arbeitet an einem Laptop, während eine Tasse Kaffee daneben steht. Sonnenlicht fällt durch das Fenster auf den Tisch.
(Symbolbild) (Bildquelle: Adobe Stock - Farknot Architect)

Seit Dienstag, 3. November 2026, können Betroffene sexualisierter Gewalt im Kanton Bern über die Plattform «Suisse ePolice» online Strafanzeige erstatten. Die Polizei will damit den Zugang für Betroffene erleichtern.

Bislang konnten sich Betroffene von sexualisierter Gewalt über die Notrufnummern 112 oder 117, persönlich auf einem Posten oder über das Kontakttelefon für Betroffene von sexualisierter Gewalt (031 332 77 77) an die Polizei wenden und Anzeige erstatten.
Mit dem neuen Onlineformular auf der Plattform Suisse ePolice können Betroffene nun auch unabhängig von Ort und Zeit schnell die Polizei verständigen und erste Angaben zum Ereignis übermitteln. Die Eingabe wird mittels SMS-Code bestätigt.
Nach Eingang der Meldung nimmt während der regulären Öffnungszeiten eine Fachperson der Kantonspolizei Bern telefonisch Kontakt mit der betroffenen Person auf, um den Sachverhalt näher zu erfassen und das weitere Vorgehen zu besprechen. Die Meldung gilt als Strafanzeige.
Handelt es sich um ein Offizialdelikt, werden die erforderlichen Ermittlungen eingeleitet. Das Onlineformular ermöglicht einen diskreten und niederschwelligen ersten Kontakt mit der Polizei, ohne dass Betroffene zunächst telefonisch oder persönlich vorsprechen müssen. Damit ergänzt die Kantonspolizei Bern ihre bestehenden Kontaktmöglichkeiten.
Bei einem Ereignis, das weniger als 72 Stunden zurückliegt, wird empfohlen, sich direkt über das Kontakttelefon für Betroffene von sexualisierter Gewalt (031 332 77 77) an die Polizei zu wenden. So können notwendige Sofortmassnahmen, eine zeitnahe medizinische Untersuchung sowie eine Spurensicherung veranlasst werden.
In dringenden Fällen oder bei unmittelbarer Gefahr sind weiterhin die Notrufnummern 112 oder 117 zu wählen.
Quelle der Polizeinachricht: Kapo BE

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