Kanton Luzern – Goldschakal tappt zum ersten Mal in eine Fotofalle
Redaktion Polizeiticker Schweiz
Goldschakal (Symbolbild) (Bildquelle: Pixabay)
Ein Goldschakal tappte Ende März zwischen Neuenkirch und Hellbühl in eine Fotofalle. Dies ist der erste bestätigte Nachweis dieser Tierart im Kanton Luzern, die in der gesamten Schweiz unter Schutz steht und nicht gejagt werden darf. In Zukunft wird sich die Tierart wahrscheinlich in der Schweiz niederlassen und fortpflanzen.

Hier tappt der Goldschakal in die Luzerner Fotofalle (Bildquelle: Staatskanzlei LU)
Der Goldschakal: kein Fuchs, kein Wolf und ein Allesfresser
Der Goldschakal ähnelt einem Fuchs, ist aber hochbeiniger, kräftiger gebaut und hat einen kürzeren Schwanz. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal sind die Ohrrückseiten und Vorderpfoten, die beim Fuchs schwarz und beim Goldschakal goldbraun sind. Gegenüber einem Wolf ist der Goldschakal hingegen deutlich kleiner, weniger kräftig gebaut und mit einer deutlich feineren Schnauze.
Bezüglich den Lebensraumansprüchen sind Goldschakale äusserst anpassungsfähig. Häufig suchen sie Lebensräume in Gewässernähe, da es dort viel Deckung und ein grosses Nahrungsangebot gibt. Generell sind Gebiete mit vielen unterschiedlichen Strukturen (Hecken, offene Flächen, Gewässern, etc.) sehr geeignet. Gemieden werden höhere Lagen mit über längere Zeit geschlossener Schneedecke sowie intensiv landwirtschaftlich genutzte Gebiete ohne Deckung.
Der Goldschakal meidet zudem Gebiete, in denen Wölfe vorkommen, da Goldschakale von diesen erbeutet werden können. Das Nahrungsspektrum des Goldschakals entspricht hauptsächlich demjenigen des Fuchses und besteht überwiegend aus kleineren Tieren wie Nagern oder Amphibien, seltener auch aus Aas und pflanzlicher Nahrung. Goldschakale können aber Tiere bis zur Grösse eines Rehs erbeuten, vor allem, wenn sie als Paar oder im Rudel unterwegs sind.


