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Uri

Kanton Uri - Kriminalität weiterhin auf tiefem Niveau

Der Kanton Uri verfügt über eine erfreulich stabile Sicherheitslage (Symbolbild)
Der Kanton Uri verfügt über eine erfreulich stabile Sicherheitslage (Symbolbild) (Bildquelle: Kantonspolizei Uri)

Mit dem Jahresbericht und den polizeilichen Statistiken gibt die Kantonspolizei Uri einen Einblick in die Organisation und informiert über Schwerpunkte und aktuelle Zahlen aus dem Arbeitsalltag der Polizei. Der Kanton Uri verfügt über eine erfreulich stabile Sicherheitslage. Im Jahr 2020 bleibt die Kriminalität weiterhin auf tiefem Niveau. Insbesondere bei den Straftaten gegen Leib und Leben ist ein markanter Rückgang zu verzeichnen. Eine starke Zunahme gibt es bei den Tatbeständen gegen die öffentliche Gewalt. Im Strassenverkehr kam es zu drei tödlich verletzten Personen. Die Zahl der Verletzten infolge von Verkehrsunfällen nahm leicht zu. Insgesamt wurden 15'045 Schwerfahrzeuge kontrolliert. Bei rund 5'000 Schwerfahrzeugen kam es zu 7'594 Verkehrsregelverstössen.

Jahresbericht

Die Kantonspolizei Uri mit ihren rund 170 Mitarbeitenden sorgt rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr für Ruhe, Ordnung und Sicherheit. Im Jahresbericht gibt sie einen Einblick in ihre vielseitige, abwechslungsreiche und anspruchsvolle Tätigkeit und die Organisation. Einen besonderen Platz nimmt das Leben und die Polizeiarbeit in Corona-Zeiten ein. «Die Corona-Pandemie hat uns neue Aufgaben gebracht und uns als systemrelevante Organisation insgesamt sehr gefordert», so Polizeikommandant Reto Pfister. Dank der richtigen Balance zwischen Kommunikation, Prävention und Repression nahm die Bevölkerung die stark erhöhte Präsenz und die Kontrollen der Kantonspolizei sehr gut auf. «Die Aufgaben werden im 2021 nicht weniger. Neue Aufgaben und Herausforderungen – ob coronabedingt oder nicht – gilt es zu meistern», betont Reto Pfister weiter.

Weiter blickt der Bericht auf die bedeutendsten Ereignisse und Erfolge zurück. Einiges zu erfahren gibt es zu laufenden und abgeschlossenen Projekten und Innovationen. Und schliesslich finden sich im Bericht wissenswerte Angaben zu den Menschen und zur Organisation der Kantonspolizei Uri.

Kriminalstatistik

Die Kriminalitätslage im 2020 bleibt weiterhin auf tiefem Niveau. Die Gesamtzahl der erfassten Straftaten nahm von 911 auf 938 leicht zu und liegt damit im Durchschnitt der vergangenen Jahre. Bei den Gewaltstraftaten sind es vier Straftaten mehr als im Vorjahr. Dabei erhöhten sich vor allem die Tatbestände gegen die öffentliche Gewalt. Die verzeichneten Übergriffe im Bereich der sexuellen Integrität nahmen gegenüber dem Vorjahr ganz leicht zu. Die Straftaten gegen das Vermögen wie auch gegen die Freiheit sind leicht gestiegen. Um 28 Prozent abgenommen haben hingegen die Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Während sich die Kriminalitätslage auf tiefem Niveau befindet, steigt die Zahl der Cyberdelikte weiterhin an. Zum ersten Mal werden die Delikte der Cyberkriminalität statistisch separat erfasst. Informatikmittel spielen heute praktisch bei sämtlichen Straftaten eine zentrale Rolle. Diese Entwicklung dürfte in den folgenden Jahren weiter zunehmen.

Verkehrsunfallstatistik

Die Unfallstatistik 2020 zeigt ein leicht verändertes Bild gegenüber dem Vorjahr und ist geprägt von COVID-19. Die epidemiologische Lage und die daraus resultierenden Massnahmen wirkten sich unterschiedlich auf den Strassenverkehr aus. Der jährlich wiederkehrende Stau auf der Autobahn A2 vor dem Gotthard-Strassentunnel um die Ostertage und während den Sommer- und Herbstferien fand im 2020 nur in sehr geringem Umfang statt. Während dem Lockdown im Frühling 2020 brach der Verkehr auf der Autobahn um fast 90 Prozent ein. Aufgrund der Reisebeschränkungen stieg der Verkehr auf der Autobahn A2 auch nach dem Lockdown nicht im gewohnten Rahmen an, sondern verlagerte sich.

So stellte die Kantonspolizei während der Sommermonate insbesondere auf den Passstrassen und entlang der Naherholungsgebiete mehr Freizeitverkehr fest, was auch dazu führte, dass sich die polizeilich registrierten Verkehrsunfälle im Kanton Uri gegenüber dem Vorjahr um 14 auf Total 289 leicht erhöhte. Dabei verletzten sich drei Personen tödlich. 38 Personen verletzten sich schwer und 98 Personen leicht. Die Anzahl der verletzten Personen stieg gegenüber dem Vorjahr um 15.8 Prozent. An der Spitze der Unfallursachen liegen Unaufmerksamkeit und Ablenkung. Bei 17 Verkehrsunfällen standen die Verursacher unter Alkoholeinfluss.

Schwerverkehrskontrollstatistik

Im 2020 kontrollierte die Kantonspolizei Uri während 6'049 Stunden den Schwerverkehr auf den Urner Strassen. Diese Kontrollen erfolgten grösstenteils im Schwerverkehrszentrum (SVZ) in Erstfeld, mobil auf der Strasse oder direkt in den Unternehmen. Dabei untersuchten die Mitarbeitenden 15'045 Schwerfahrzeuge.

Bei 4'986 Schwerfahrzeugen kam es zu 7'594 Verkehrsregelverstössen. 10'059 Schwerfahrzeuge waren korrekt unterwegs. Aufgrund gravierender Mängel bei der Betriebssicherheit mussten insgesamt 2'788 Schwerfahrzeuge stillgelegt werden. Bei 84 Schwerfahrzeugen ordneten die Mitarbeitenden der Kantonspolizei Uri wegen Nichtbefolgen der Vorschriften zur Ladungssicherung und/oder zur Lastverteilung eine Umladung an.