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Kerzers FR – Neue Erkenntnisse nach tödlichem Busbrand

16.03.2026 | 14:00

Redaktion Polizeiticker Schweiz

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Kerzers FR – Neue Erkenntnisse nach tödlichem Busbrand

Das komplett ausgebrannte Postauto auf der Murtenstrasse in Kerzers. (Bildquelle: Kantonspolizei Freiburg)

Knapp eine Woche nach dem tödlichen Postauto-Brand in Kerzers bestätigen die Ermittlungen neue Details zum Ablauf der Tat. Der mutmassliche Täter, ein 65-jähriger Schweizer, soll allein gehandelt haben und gehört zu den Todesopfern. Insgesamt starben sechs Menschen.

Die von der Staatsanwaltschaft geleiteten Ermittlungen im Nachgang zum Ereignis vom 10. März haben es ermöglicht, die Opferbilanz zu präzisieren.
Als das Feuer am Dienstag, 10. März 2026, gegen 18:25 Uhr in Kerzers ausbrach, befanden sich neun Personen im Fahrzeug: Der Chauffeur, sieben Passagiere und der mutmassliche Täter. Die endgültige Bilanz beläuft sich auf sechs verstorbene Personen. Drei Passagiere konnten sich verletzt aus dem Bus retten. Darunter befindet sich eine 56-jährige Frau, die weiterhin in kritischem Zustand im Spital liegt. Ausserdem wurden zwei Personen ausserhalb des Busses beim Versuch, den Opfern zu helfen, leicht verletzt.
Nach Abschluss der Identifizierungsmassnahmen und der rechtsmedizinischen Autopsien wurden die Leichname der Opfer am Donnerstag, 12. März 2026, den Familien übergeben.
Die technischen Feststellungen zeigen, dass der Bus mit zwei Passagiertüren ausgestattet war. Diese öffneten sich normal, als das Fahrzeug zum Stillstand kam. Da das Feuer während der Fahrt ausbrach, konnten sich die Türen erst beim vollständigen Halt des Busses öffnen.

Profil des mutmasslichen Täters

Wie bereits in unserer vorherigen Mitteilung bestätigt, gehört der mutmassliche Täter zu den Todesopfern. Es handelt sich um einen 65-jährigen Mann Schweizer Herkunft ohne weitere Staatsangehörigkeit. Die Ermittlungselemente zeigen, dass er allein gehandelt hat. Die tieferen Gründe, die ihn zu dieser Tat mit fatalen Folgen für mehrere Personen bewogen und gleichzeitig seinem eigenen Leben ein Ende setzten, sind zum jetzigen Zeitpunkt unbekannt. Es wird von einem erweiterten Suizid ausgegangen.
Der Mann war der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) des Kantons Bern bekannt, wo er unter Beistandschaft für administrative Aufgaben stand. Es gab keine Anzeichen dafür, dass er eine Gefahr für sich selbst oder andere darstellte. Er war der Polizei jedoch wegen Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz bekannt.
Aus offensichtlichen Gründen des Persönlichkeitsschutzes werden keine weiteren Informationen zur Identität des mutmasslichen Täters oder der Opfer bekannt gegeben. Die Strafuntersuchung wird unter der Leitung der Staatsanwaltschaft fortgesetzt, um die genauen Umstände dieses Ereignisses zu klären.

Psychologische Unterstützung und Hotline

Über 150 Personen haben bisher Unterstützung durch das Care Team See/Lac erhalten. Dieses bleibt im Einsatz und steht den Angehörigen und allen von diesem Ereignis betroffenen Personen unter der Nummer 078 746 75 75 zur Verfügung.

Die am Abend des Brandes eingerichtete Krisen-Hotline ist mittlerweile deaktiviert. Für Anfragen oder die Weitergabe von Informationen im Zusammenhang mit diesem Ereignis kann die Kantonspolizei unter der Nummer 026 347 01 17 kontaktiert werden.

Hilfe bei Suizidgedanken

Wenn Sie selbst von Suizidgedanken betroffen sind oder sich in einer akuten Krise befinden, holen Sie sich Unterstützung. Hilfe ist anonym und rund um die Uhr erreichbar.

📞 Die Dargebotene Hand – Tel. 143 (24 Stunden erreichbar) 🌐 www.143.ch – Chat- und Onlineberatung

Bei akuter Gefahr wenden Sie sich bitte an den Notruf 144 oder suchen Sie umgehend medizinische Hilfe.

Quelle der Polizeinachricht: Kapo FR

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