Symbolbild (Bildquelle: Kantonspolizei Bern)
Am Donnerstagabend sind erneut zahlreiche Personen den Aufrufen zu einer unbewilligten Kundgebung in Bern gefolgt. Die Teilnehmenden bedrängten und missachteten wiederholt Polizeisperren, weshalb Gummischrot und der Wasserwerfer eingesetzt werden mussten. Gegen 80 Wegweisungen wurden ausgesprochen, neun Personen wurden in Polizeiräumlichkeiten kontrolliert. Vier Personen müssen mit einer Anzeige rechnen.
Am Donnerstagabend, 7. Oktober 2021, folgten erneut zahlreiche Personen den
Aufrufen zu einer unbewilligten Kundgebung in der Stadt Bern. Die Kantonspolizei
Bern stand insbesondere mit Blick auf die Ereignisse der Wochen zuvor wiederum mit
einem grösseren Aufgebot im Einsatz, um vorab die öffentliche Ordnung zu
gewährleisten sowie Unbeteiligte und exponierte Gebäude zu schützen.
Als sich gegen 19.30 Uhr im Bereich des Bahnhofs Personen versammelten, wurden
sie mehrmals mittels Lautsprecherdurchsagen angesprochen und aufgefordert, sich
von der unbewilligten Kundgebung zu distanzieren und die Örtlichkeit zu verlassen.
Dennoch formierte sich ein Umzug, welcher sich zuerst in Richtung Bundesgasse
bewegte. Nachdem die dortige Polizeisperre missachtet wurde, mussten Gummischrot
und der Wasserwerfer eingesetzt werden. Der Umzug drehte in der Folge um und zog
via Hirschengraben in Richtung Spitalgasse und von dort in Richtung Bollwerk zurück
in den Bahnhof. Auch in der Spitalgasse und am Bollwerk wurden Polizeisperren nicht
respektiert und es kam zum Mitteleinsatz.
Später verliessen Teilnehmende den Bahnhof auf der Seite Länggasse, wobei eine
Gruppe von der Polizei beim Falkenplatz gestoppt und die Personen kontrolliert
wurden. Eine zweite Gruppierung wurde in der Mittelstrasse blockiert und daraus
einzelne Personen kontrolliert. Die Kundgebung löste sich in der Folge auf.
Insgesamt wurden gegen 80 Wegweisungen ausgesprochen und neun Personen für
Kontrollen in polizeiliche Räumlichkeiten gebracht. Sie wurden allesamt im Verlauf der
Nacht wieder entlassen. Vier Personen müssen mit einer Anzeige rechnen. Bei einer
Anhaltung wurde ein Polizist verletzt.
Quelle: Kapo BE


