Tessin – Anklage nach Leasingbetrug mit über 100 Luxusfahrzeugen
Redaktion Polizeiticker Schweiz
Die Staatsanwaltschaft Tessin hat die Ermittlungen zu einem mutmasslichen Leasingbetrug mit Luxusfahrzeugen abgeschlossen. Acht Personen werden angeklagt, gegen 31 weitere Beteiligte wurden Strafbefehle erlassen.
Leasingbetrug mit Luxusfahrzeugen: Acht Anklagen und 31 Strafbefehle
Die Staatsanwaltschaft Tessin teilt mit, dass die strafrechtlichen Ermittlungen zu einer Reihe von Straftaten im Zusammenhang mit Leasingverträgen für Luxusfahrzeuge abgeschlossen wurden.
Insgesamt wurden acht Anklageschriften erstellt. In zwei Fällen kommt es zu einer Verhandlung vor dem Kriminalgericht, in fünf Fällen vor dem Strafgericht (Assise Correzionali) und in einem Fall vor dem Strafgericht erster Instanz (Pretura penale). Darüber hinaus wurden 31 Strafbefehle gegen Personen erlassen, die mit unterschiedlichen Rollen und Verantwortlichkeiten an den Unregelmäßigkeiten beteiligt gewesen sein sollen.
Die Ermittlungen wurden von der Staatsanwaltschaft koordiniert und von der Kantonspolizei durchgeführt. Sie erstreckten sich über mehrere, teilweise miteinander verknüpfte Ermittlungsstränge. Die Taten sollen sich zwischen 2020 und dem Sommer 2025 ereignet haben.
Im Mittelpunkt der Ermittlungen stand die mutmaßliche Erschleichung von Finanzierungen für den Kauf von mehr als 100 Luxusfahrzeugen über rund 70 weitgehend inaktive Gesellschaften. Die Fahrzeuge wurden anschließend vor allem an Dritte vermietet oder ins Ausland weiterverkauft.
Im Zuge der umfangreichen Untersuchungen, die komplexe Rekonstruktionen sowie zahlreiche Hausdurchsuchungen und Sicherstellungen von Papierunterlagen und elektronischen Datenträgern umfassten, stießen die Ermittler zudem auf weitere mutmaßliche Straftaten im Bereich des Gesellschafts- und Konkursrechts.
Zwei der Beschuldigten befinden sich derzeit bereits im vorzeitigen Strafvollzug.
Den Beschuldigten werden – je nach ihrer jeweiligen Rolle – unter anderem schwerer Betrug, schwere ungetreue Geschäftsbesorgung, Veruntreuung, Urkundenfälschung, Geldwäsche, Täuschung von Behörden, Verletzung der Buchführungspflicht, Vermögensminderung zum Nachteil von Gläubigern sowie Misswirtschaft vorgeworfen.
Quelle der Polizeinachricht: Staatsanwaltschaft Tessin

