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Warnung – Online-Betrüger missbrauchen prominente Gesichter!

Screenshot Mail Angeblicher Artikel über Roger Federer
Screenshot Mail Angeblicher Artikel über Roger Federer (Bildquelle: Kantonspolizei Zürich)

In letzter Zeit werben angebliche Online Trading Plattformen aggressiv mit Prominenten. Die Prominenten wissen aber gar nichts davon. Die Betrüger haben es allerdings nur auf Geldeinzahlungen abgesehen. Gehandelt wird nie und das Geld ist verloren.

Die Betrugsmasche: Die Opfer werden via Spam E-Mails unter Ausnützung von Artikeln die über Prominente berichten auf die Plattformen aufmerksam gemacht.

Nachdem sich die Interessenten bzw. Kunden über eine Datenmaske auf der Plattform registriert haben, werden sie unverzüglich – meistens innerhalb weniger Minuten – per E-Mail oder telefonisch aus einem Callcenter heraus, von vermeintlichen Mitarbeitern der Plattform kontaktiert. Im Verlauf des Erstkontakts werden die Opfer ihren persönlichen "Brokern“ zugewiesen, von denen sie in die Funktionsweise der Plattformen eingeführt und zur Zahlung einer "Einlage“ aufgefordert werden.

In der Startphase werden den Kunden erfolgreiche "Trades" mit hohen Gewinnen vorgespiegelt. Hierdurch sollen sie zu weiteren, wesentlich höheren Investitionen verleitet werden. Zahlungen grösserer Beträge erfolgen oftmals auf Auslandskonten (z.B. Montenegro, Tschechien, Vereinigte Arabische Emirate etc.).

Verlangen die Kunden eine Auszahlung oder sind sie nicht mehr zu weiteren Einzahlungen bereit, wird entweder ein durch den Broker verursachter Spekulationsverlust inszeniert oder eine Kontosperrung vorgenommen. Die Kunden haben somit keine Möglichkeit mehr auf Rückgewinnung ihres investierten Geldes. Beschwerden bleiben regelmässig fruchtlos. Wenn es in Vergangenheit zu Auszahlungen kam, dienten diese in der Regel nur als Anreiz für weitere Einzahlungen.

Kurze Zeit später verschwindet i.d.R. auch die Website, auf der sich die Geschädigten zum Online-Handel angemeldet haben.

Screenshot Webseite Gefälschter Bericht über den Auftritt von Roger Federer im 10 vor 10
Screenshot Webseite Gefälschter Bericht über den Auftritt von Roger Federer im 10 vor 10 (Bildquelle: Kantonspolizei Zürich)
Screenshot Registrierung
Screenshot Registrierung (Bildquelle: Kantonspolizei Zürich)
Screenshot Angebliche Trading Plattform
Screenshot Angebliche Trading Plattform (Bildquelle: Kantonspolizei Zürich)

Berichte in den Medien

[Wegen gefälschten "Blick"-Artikels Opfer einer Krypto Bande geworden](Mit Fake-BLICK-Artikel: Krypto-Betrüger zocken Schweizer ab - Blick)

Schwyzer Arzt betrogen

Zürcher Ehepaar mit Wetten abgezockt

Was muss ich tun

  • Wenn Sie Geld investieren wollen, so kontrollieren Sie, ob die Firma eine Lizenz (") der Finanzmarktaufsicht FINMA besitzt (siehe Links weiter unten). Besitzt die Firma keine Bewilligung, soll auf keinen Fall Geld investiert werden!
  • Gewähren Sie keiner Person Online-Zugang zu Ihrem Computer, der Sie nicht vertrauen und die Ihnen unbekannt ist.

(") Will eine Person oder ein Unternehmen Gelder von Anlegern entgegennehmen, Versicherungspolicen zeichnen oder Fonds auflegen bzw. verwalten, so braucht es dafür eine Bewilligung der FINMA. Eine Bewilligung erhält nur, wer die gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Dies wird durch die FINMA kontrolliert.

Ich habe bereits Geld überwiesen

  • Wenn die Firma keine Lizenz der FINMA besitzt, ist das Geld in vielen Fällen verloren.
  • Melden Sie sich bei der örtlichen Polizei-Station und erstatten Sie Strafanzeige.