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St.Gallen

Wattwil / St.Gallen SG – Geldübergabe an falschen Polizisten vereitelt

Symbolbild – Festnahme
Symbolbild – Festnahme (Bildquelle: Kapo SG)

Am Dienstag (03.01.2023) hat die Kantonspolizei St.Gallen die Übergabe von 60'000 Franken an einen 53-jährigen Tschechen vereitelt, der sich als falscher Polizist ausgegeben hat. Der Mann wurde festgenommen. Er hatte zuvor einem Rentnerpaar aus Wattwil glaubhaft gemacht, dass deren Tochter einen Verkehrsunfall mit Todesfolge verursacht habe und sie deshalb eine Kaution zahlen müssten.

Ein 73-jähriger Mann und seine Frau hatten einen Anruf von einem angeblichen Polizisten erhalten, wonach ihre Tochter einen Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem jemand ums Leben gekommen sei. Zur Freilassung der Tochter müssten sie eine Kaution von 60'000 Franken bezahlen. Das Paar durchschaute die Betrugsmasche aber und verständigte die Kantonspolizei St.Gallen. Bei der vermeintlichen Übergabe des Kautionsbetrags in der Stadt St.Gallen konnte schliesslich ein 53-jähriger Tscheche festgenommen werden. Unter der Leitung der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen werden nun weitere Ermittlungen in diesem Fall geführt.

Die Kantonspolizei St.Gallen hat festgestellt, dass die Täterschaften vermehrt versuchen, noch mehr Druck auf potenzielle Opfer auszuüben, als dies früher der Fall war. Dies geschieht mit schockierenden Nachrichten, wie jener des Unfalls mit Todesfolge. Ein Rückblick auf das Jahr 2022 zeigt, dass durch Betrüger alleine im Kanton St.Gallen in über 440 Fällen eine Deliktsumme von fast einer Million Franken erwirtschaftet wurde. Der Dezember des letzten Jahres war mit einer Handvoll gemeldeten Fälle eher ruhig, wobei die Täterschaft in vier Fällen mit einer Deliktsumme von 242'000 Franken sehr erfolgreich war. In den ersten Tagen des Jahres 2023 ist nun ein erneuter Anstieg von Meldungen über Betrugsversuche mit Schocknachrichten durch falsche Polizisten zu verzeichnen.

Die Kantonspolizei St.Gallen warnt vor solchen Anrufen und rät folgendes:

  • Die Polizei und andere Institutionen der Strafverfolgungsbehörden verlangen von Ihnen niemals Geld, Schmuck oder andere Gegenstände zur Aufbewahrung.
  • Ebenso verlangen die Strafverfolgungsbehörden von Ihnen niemals eine Kaution nach einem angeblichen Verkehrsunfall von Angehörigen.
  • Im Verdachtsfall melden Sie sich bei einer Polizeistation in Ihrer Nähe oder beim Notruf 117.
  • Machen Sie fremden Anrufenden gegenüber keine Angaben über Ihre persönlichen oder finanziellen Verhältnisse.
  • Übergeben Sie unbekannten Personen niemals Bargeld und Wertsachen. Warnen Sie Bekannte und Verwandte.

Quelle: Kapo SG