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Zofingen AG – Antrag auf stationäre Massnahme nach Angriffen

20.04.2026 | 07:15

Redaktion Polizeiticker Schweiz

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Zofingen AG – Antrag auf stationäre Massnahme nach Angriffen

Symbolbild (Bildquelle: pexels.com)

Mitte Mai 2024, kam es in Zofingen zu schwerwiegendem Angriffen eines Mannes, der sieben Personen verletzte. Die Staatsanwaltschaft hat eine stationäre Massnahme beantragt. Dem 43-jährigen Mann werden unter anderem versuchte Tötung und Hausfriedensbruch vorgeworfen. Laut Gutachten ist er schuldunfähig.

Am späten Mittwochnachmittag des 15. Mai 2024 griff ein Mann im Bereich des Bahnhofs Zofingen sowie auf seinem weiteren Weg durch das Stadtgebiet mehrere Personen mit verschiedenen Gegenständen an, (wir berichteten).
Insgesamt wurden sieben Personen teils erheblich verletzt. Sämtliche Opfer konnten medizinisch versorgt werden und befinden sich ausser Lebensgefahr. Einzelne betroffene Personen leiden bis heute an den Folgen der Tat und befinden sich weiterhin in Behandlung.
Im weiteren Verlauf verschaffte sich der Beschuldigte Zutritt zu einem Einfamilienhaus und stach mit einem Messer auf die Bewohnerin ein. Anschliessend verbarrikadierte er sich darin. Spezialkräfte der Kantonspolizei Aargau umstellten das Gebäude und nahmen den Mann noch am selben Tag fest.
Er befindet sich seither in behördlicher Obhut und derzeit im vorzeitigen Massnahmenvollzug. Die umfassenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Kantonspolizei Aargau sind inzwischen abgeschlossen. Gestützt auf ein forensisch-psychiatrisches Gutachten leidet der Beschuldigte an einer paranoiden Schizophrenie.
Gemäss den gutachterlichen Feststellungen war er zum Tatzeitpunkt hoch psychotisch und damit nicht steuerungsfähig. Die Staatsanwaltschaft geht daher von Schuldunfähigkeit aus. Aufgrund dessen sieht das Gesetz keine klassische Strafe vor.
Zum Schutz der Öffentlichkeit beantragt die Staatsanwaltschaft eine stationäre therapeutische Massnahme (Art. 59 StGB), die auf eine längerfristige Behandlung ausgerichtet ist, sowie eine Landesverweisung von 15 Jahren.
Der Antrag ist beim Bezirksgericht Zofingen hängig. Der Beschuldigte hat die Taten eingeräumt. Bis das zuständige Gericht einen Entscheid getroffen hat, gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle der Polizeinachricht: Kapo AG

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