Die Luzerner Fasnacht 2026 ist aus Sicht der Polizei mehrheitlich friedlich verlaufen. Über 200 Personenkontrollen und 21 Festnahmen wurden registriert. Ein 23-Jähriger warf am Güdismontag Böller in eine Menschenmenge und verletzte eine Frau.
Die Luzerner
Fasnacht 2026 ist aus Sicht der
Luzerner Polizei insgesamt friedlich verlaufen. Wohl nicht zuletzt aufgrund des unbeständigen Wetters waren etwas weniger Fasnächtlerinnen und Fasnächtler unterwegs als in vergangenen Jahren. Dennoch war die Luzerner Polizei gefordert und konnte zahlreiche Streitigkeiten und Auseinandersetzungen proaktiv verhindern.
Die Luzerner Polizei war über alle rüüdigen Tage im ganzen Kantonsgebiet bei Tagwachen, Umzügen und weiteren Fasnachtsveranstaltungen stark präsent. Allergrösstenteils verliefen alle Anlässe sehr friedlich und ohne nennenswerte Zwischenfälle.
Dennoch musste vereinzelt durch die Polizei interveniert werden. Über 200 Personenkontrollen wurden über die Fasnachtstage allein im Fasnachtsperimeter der
Stadt Luzern durchgeführt und zahlreiche Streitigkeiten konnten geschlichtet werden, bevor sie eskalierten.
Über alle Fasnachtstage hinweg mussten zudem 21 Personen vorübergehen fest- oder in Gewahrsam genommen werden. Ein grosser Anteil erfolgte aufgrund von Trunkenheit (höchster Alkoholwert 1.84 mg/l), aber auch Hinderungen einer Amtshandlung, Drohungen usw. führten zu Festnahmen.
Auch die Partnerorganisationen des Rettungsdiensts 144 sowie Samaritervereine und die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG, Feuerwehren und private Sicherheitsfirmen leisteten über die rüüdigen Tage zahlreiche Einsätze.
Friedliche Fasnacht in Hochdorf. (Bildquelle: Luzerner Polizei)
Erfreulich waren auch die zahlreichen positiven Rückmeldungen an die Polizei. Die stark sichtbare Präsenz im und um das Fasnachtstreiben wurde sehr geschätzt und gab den Fasnächtlerinnen und Fasnächtlern ein hohes Sicherheitsgefühl.
Bewährt haben sich zudem die teils angepassten Sicherheitskonzepte mit den entsprechenden Massnahmen etwa zur Personenlenkung in der Stadt
Luzern. Im Nachgang an die Fasnacht werden die Sicherheitsmassnahmen zusammen mit den beteiligten Partnerorganisationen analysiert und gegebenenfalls weiter optimiert.
Kanton Luzern
Unzählige Fasnachtsumzüge und -events zogen in den Gemeinden ausserhalb der Stadt Luzern mehrere hunderttausend Fasnächtlerinnen und Fasnächtler an. Alle Veranstaltungen verliefen sehr friedlich. Für die Vielzahl der Fasnachtsanlässe standen nebst der Polizei diverse lokale Feuerwehren und teilweise private Organisationen für Verkehrsdienste, Sperrungen und die Sicherheit generell im Einsatz.
Zu einem Zwischenfall kam es am Nachmittag des Güdisdienstags in
Hochdorf. Bei der Besammlung zum Umzug scheuten die Pferde der Zunftkutsche. Eine Kutscherin wurde in der Folge von der Kutsche erfasst und verletzt. Durch den Rettungsdienst 144 wurde sie ins Spital gebracht. Die Pferde konnten vor Ort wieder beruhigt und anschliessend abtransportiert werden. Ansonsten verlief der Umzug vor geschätzten 18'000 Zuschauern ohne Zwischenfälle.
Stadt Luzern
Vom Schmutzigen Donnerstag bis zum Aschermittwoch waren in der Stadt Luzern zahlreiche Fasnächtlerinnen und Fasnächtler unterwegs. Nicht zuletzt aufgrund des garstigen Wetters waren es mit über 280'000 geschätzten Personen jedoch spürbar weniger als in anderen Jahren.
Am stärksten frequentiert war dabei der Wey-Umzug am Güdismontag mit geschätzten 45'000 Fasnächtlerinnen und Fasnächtlern. Aber auch am Rüüdigen Samstag waren besonders viele Leute an der Fasnacht in der Stadt Luzern unterwegs.
Der Monstercorso zum Fasnachtsabschluss wurde von geschätzten 30’000 Menschen besucht – 22'000 feierten noch bis in die frühen Morgenstunden des Aschermittwochs in der Luzerner Altstadt.
Ein 23-jähriger Schweizer wurde am Güdismontag (16. Februar 2026, ca. 22:10 Uhr) festgenommen, weil er auf dem Mühleplatz zwei Böller in die Menschenmenge geworfen hatte. Er wurde durch anwesende Personen bis zum Eintreffen der Polizei zurückgehalten.
Eine Fasnächtlerin wurde durch die
Feuerwerkskörper verletzt. Eine Atemalkoholprobe beim Beschuldigten ergab einen Wert von 0.86 mg/l. Zudem trug er noch weitere Böller auf sich.
Zeugenaufruf
Die Luzerner Polizei sucht Zeugen oder Personen, welche durch die Böller verletzt wurden. Geschädigte sowie Personen, welche allenfalls Aufnahmen des Vorfalls haben, werden gebeten, sich via Telefon 041 248 81 17 zu melden.
Ansonsten konnte die Luzerner Polizei erfreulicherweise keine nennenswerten Vorfälle mit
Feuerwerkskörpern an der Luzerner Fasnacht feststellen.
Quelle der Polizeinachricht: Luzerner Polizei